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Nachrichten Landfrauen nutzen ihren Einfluss
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Landfrauen nutzen ihren Einfluss
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17:27 27.09.2018
Elisabeth Brunkhorst aus Mardorf ist die Vorsitzende der 70.000 Landfrauen in Niedersachsen. Quelle: Patricia Chadde
Luttmersen

Im Juni ist die Mardorferin Elisabeth Brunkhorst zur Vorsitzenden der 70.000 Landfrauen gewählt worden, die im Niedersächsischen Landfrauenverband Hannover organisiert sind. Ihre Vorgängerin Barbara Otte-Kinast wechselte in die Landesregierung als Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Ausbildung zur Ländlichen Hauswirtschafterin war bei beiden Frauen der erste Schritt ins Berufsleben.

„Wir engagieren uns, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation von Frauen im ländlichen Raum zu verbessern. Bleibeperspektiven in strukturschwachen Gebieten für Frauen und Familien sind das Ziel“, formuliert Brunkhorst die Ziele des Verbandes, der sich aktuell über starken Zuwachs freut. Nur noch rund 20 Prozent der Mitglieder arbeiten in einem landwirtschaftlichen Betrieb, was den Strukturwandel deutlich abbildet. Aus diesem Grund sind auch Integration, Mobilität, ärztliche Versorgung, Schulstandorte, Ernährungskompetenz und Energie wichtige Themen.

Ein besonders gut gebuchtes Schulungsangebot heißt „Erfolg wird weiblich“, und richtet sich an Frauen, die eine Führungsposition anstreben. „Die haben schon ein tolles Netzwerk gebildet“, freut sich Brunkhorst. Den Zusammenhalt der Landfrauen findet sie großartig und stellt fest: „Als Interessenvertretung sind wir ein gefragter Verhandlungspartner“. Wichtig ist der Vorsitzenden auch der Kontakt zur Basis, also den Vereinen vor Ort.

 

Am Mittwoch war Brunkhorst beispielsweise bei der abendlichen Entedankveranstaltung des Landfrauenvereins Mandelsloh. Der Saal in Luttmersens „Oase“ war mit 120 Damen voll besetzt. Die Vorsitzenden Heidemarie Stünkel und Irene Hornbostel begrüßten ihre Mitglieder, von denen einige als Singkreis unter Leitung von Hildegard Tannheiser seit mehr als 20 Jahre aktiv sind und gleich das Lied „Singen, singen tut man viel zu wenig“ anstimmten.

Referentin Edda Möhlenhoff-Schumann regte in ihrem Vortrag „Unser tägliches Brot – eine Frage der (Ä)hre“ zum Nachdenken über ein Nahrungsmittel an, das in der Bundesrepublik in 3000 Varianten zu haben ist. War Brotherstellung noch vor wenigen Jahrzehnten ein lokaler Vorgang von der Getreideernte über Drusch und Mahlen in der Mühle bis zum Backen im Ofen, ist es jetzt ein internationales Geschäft mit gesundheitlichen und strukturellen Folgen.

Die Frage, ob man lieber den regionalen Bio-Vollkornbäcker mit seinem Einkauf unterstützt oder Konzerne, die neben unzähligen Zusatzstoffen auch Wasser und Energie für ein Grundnahrungsmittel verschwenden, von dem in Europa jährlich drei Millionen Tonnen in den Müll wandern, konnte sich nach diesem Vortrag jeder selbst beantworten. Einen Überblick bot das Brot-Büffet der Oase, und auch das herbstliche Menü kam an.

Von Patricia Chadde

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