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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten In der alten Schule spielen wieder Kinder
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00:20 15.09.2018
Ulrike Schröder-Fedler (links) und Angelika Depping mit ihren Schützlingen Juna, Ole, Alina, Micah und Thore. Quelle: Bernd Haase
Lutter

Ulrike Schröder-Fedler und Angelika Depping sind beide dreifache Mütter und mittlerweile nicht nur das. Sie haben sich in einem einjährigen Kursus zu qualifizierten Tagespflegerinnen ausbilden lassen und betreiben nun seit Juli als die Großtagespflege Siebenstein für Krippenkinder in Lutter – nach dem Kinderhaus in Welze die zweite ihrer Art im Neustädter Land. „Wir machen das aus Leidenschaft“, sagen sie. Bei der Stadt Neustadt sieht man das gerne: „Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von bis zu drei Jahren ist immer noch größer als das Angebot“, erklärt Stadtsprecherin Nadine Schley.

Aktuell fehlen laut Schley in der Kernstadt 32 Krippenplätze, in den Ortsteilen weitere 24. Ohne Siebenstein wären es noch mehr. Schröder-Fedler und Depping betreuen derzeit acht Kinder und sind damit aktuell ausgebucht. Erst Ende des Jahres dürften bei ihnen wieder Plätze frei werden.

Stolze 108 Jahre ist das Gebäude der früheren Dorfschule alt. Quelle: Bernd Haase

Die Großtagespflege im beschaulichen Lutter ist in einem Teil des zweiflügeligen Hauses untergebracht, in dem Schröder-Fedler auch mit ihrer Familie wohnt. Der großzügige Backsteinbau ist einer mit Geschichte. Er wurde im Jahr 1910 erbaut und beherbergte bis in die 1950er Jahre hinein die alte Dorfschule von Lutter. „Hier wurden bis zu 60 Kinder in vier Klassenstufen unterrichtet – alle gemeinsam“, berichtet sie. Dass die alten Räume nun wieder von Kindern belebt werden, erfüllt sie mit Freude.

Bis es soweit sein konnte, war einiger Aufwand erforderlich. Schröder-Fedler und Depping haben nicht nur den für den Schritt in die Selbstständigkeit erforderlichen Kursus absolviert, sondern auch seit April die Räume für die Krippe Siebenstein gemäß den bestehenden Auflagen renoviert. „Dabei hat uns das Familienservicebüro der Stadt sehr gut beraten“, betont Depping. Die Kinder spielen nun in einem freundlich-hellen Zimmer spielen oder ziehen sich nebenan in einen zweiten Raum zurück, wenn es die Müdigkeit erfordert. Auf dem großen Grundstück können sie auch viel Zeit im Freien verbringen – „wir legen Wert darauf, Natur zu erklären und motorische Fähigkeiten zu fördern“, sagen die Betreuerinnen.

„Kindertagespflege ist keine Notlösung, sondern ein gleichwertiges Angebot gegenüber der Betreuung in Kitas“, sagt Schröder-Fedler. Die Zeiten seien sogar flexibler. Bei Siebenstein geht der Betrieb an fünf Tagen in der Woche in der Regel gegen 7 Uhr los. Das Ende richtet sich nach dem Bedarf der Eltern, sollte aber nicht nach 17 Uhr liegen.

Wer Lust hat, sich die Großtagespflege Siebenstein anzusehen: Am kommenden Sonntag, 16. September, lädt sie in der Zeit von 13 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Auf dem Grundstück an der Lutter Straße 21 neben der Alten Kapelle wird dann eine Hüpfburg stehen; es gibt Kaffee, Kuchen und Bratwurst.

Von Bernd Haase

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