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Nachrichten Abwassergebühr bleibt vorerst stabil
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Abwassergebühr bleibt vorerst stabil
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15:08 07.09.2018
Betriebsleiter Ralf Scholz (dritter von rechts) führt Politiker durch das Kärwerk in Empede. Quelle: Bernd Haase
Neustadt

Seit mehr als zehn Jahren liegt die Abwassergebühr in Neustadt konstant bei 2,50 Euro pro Kubikmeter. Nach Einschätzung des Abwasserbehandlungsbetriebes (ABN) der Stadt wird das auch im Jahr 2019 so bleiben. Für die Zeit danach gibt es keine Garantie. Grund ist die angespannte Situation bei der Klärschlammentsorgung, die auch zusätzliche Kosten verursacht.

„Wir haben die Gebühren trotz schwieriger Rahmenbedingungen lange nicht anheben müssen“, sagt Jörg Homeier, Fachbereichsleiter Infrastruktur bei der Stadt. Das Kanalnetz im weitläufigen Neustädter Land mit seinen knapp 600 Kilometern Länge sei kontinuierlich in Schuss gehalten worden. „Deshalb müssen wir keine großen Sanierungskosten auf einen Schlag verkraften“, erklärt Harry Piehl, Vorsitzender des Betriebsausschusses, der am Donnerstag im Klärwerk Empede tagte.

Eine Annahmestelle für Fett aus der Gastronomie (rechts) ist die jüngste Errungenschaft in Empede. Quelle: Bernd Haase

Beim Klärschlamm, von dem in den drei Neustädter Klärwerken jährlich 12.000 Tonnen anfallen, zeichnet sich dagegen ein Notstand ab. „Die Landwirtschaft kann ihn wegen der neuen Düngemittelverordung anders als früher kaum noch abnehmen, weil sie ihre Flächen zum Ausbringen von Gülle oder Gärsubstraten benötigt“, sagt Homeier. Die wenigen bereits gebauten Verbrennungsanlage für die Schlämme seien ausgelastet. Die Gemengelage führe dazu, dass die Entsorgungskosten anziehen.

Um die Situation zu entspannen, investiert der ABN in Technik und in Lagerkapazitäten. Im Klärwerk Helstorf muss er für knapp 170.000 Euro einen sogenannten Eindicker ersetzen, mit dem Schlamm Wasser entzogen wird. Die Anlage in Empede erhält Anfang kommenden Jahres für Kosten von 342.000 Euro einen Schubbodencontainer zur Zwischenlagerung von Schlamm. Das ist aber noch nicht alles. Weitere insgesamt eine Million Euro werden für eine Lagerhalle in Empede und einen Siloturm in Helstorf fällig. „Durch diese Maßnahmen werden wir für zwei bis drei Jahre Lagerkapazitäten vorhalten können“, schätzt Homeier. Wie sich die Situation danach gestaltet, ist bisher weitgehend ungeklärt.

Betriebsleiter Ralf Scholz zeigte den Politikern beim Besuch in Empede noch eine andere Errungenschaft. Dort geht in Kürze eine Annahmestelle für gebrauchte Fette etwa aus der Gastronomie in Betrieb.

Von Bernd Haase

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