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Nachrichten Osigus und Lechner bejahen Ausnahmegenehmigung
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Osigus und Lechner bejahen Ausnahmegenehmigung
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22:12 12.02.2019
In Niedersachsens Wäldern nimmt die Wolfspopulation stetig zu. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Neustadt

Nachdem der Wolfsberater Hubert Wichmann vom Niedersächsischen Umweltministerium aus Sicherheitsgründen abgezogen wurde, kommt noch immer keine Ruhe in die Wolfsdebatte. Für etwas mehr Transparenz sorgt jetzt die vom Umweltministerium am Montagmittag veröffentlichte artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m vom 23. Januar auf seiner Webseite. Darin heißt es, das die Genehmigung befristet sei und bis zum 28. Februar gelte. Grund für die geplante Entnahme des Wolfsrüden, sind die zahlreichen Nutztierrisse der vergangenen Monate. Zuletzt hatte das Rodewalder Rudel ein Islandpony des Gestüts Hrafnsholt getötet. Umweltminister Olaf Lies sagt: „Es ist davon auszugehen, dass der Rüde dieses Verhalten auch an seine Nachkommen weitergibt. Um das zu verhindern und den erwartbaren Schaden für die Weidewirtschaft abzuwenden, ist es notwendig den Rüden des Rodewalder Rudels zu töten. Dafür habe ich die Ausnahmegenehmigung auf den Weg gebracht.“

Osigus und Lechner sprechen sich für Wolfstötung aus

Die für das Neustädter Land verantwortliche Landtagsabgeordnete Wiebke Osigus (SPD) unterstützt das Vorhaben des Ministers. Für die Politikerin ist klar, dass es keine Alternative zur Entnahme des Wolfsrüden gibt. Osigus: „Unser Umweltminister hat von Anfang an deutlich gemacht, dass die Akzeptanz des Wolfes durch die Bevölkerung und damit der Artenschutz nur dann gelingen kann, wenn wir unsere Weidetierhalter und die Menschen vor Problemwölfen schützen. Von daher halte ich die Entnahme des Leitrüden, auch zum Schutz der restlichen Tiere des Rudels, für alternativlos und hoffe auf eine zügige Entscheidung des Gerichts.“ Der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ hatte gegen die Erteilung der Ausnahmeregelung einen Eilantrag eingereicht. Eine Entscheidung des Verwaltungsgericht Oldenburg wird in den kommenden Tagen erwartet. Ministeriumssprecherin Lotta Cordes erklärt: „Wir werden den Rüden nicht schießen, um dem Verwaltungsgericht die Gelegenheit zu geben, über den Antrag zu entscheiden. Wichtig wäre es, eine zügige Entscheidung zu erhalten, um schnell Klarheit zu haben.“

CDU-Landtagsabgeordneter Sebastian Lechner schätzt die Lage wie Osigus ein. Er sagt: Ich begrüße es sehr, dass Lies sich zu diesem Schritt bereit erklärt hat. Das Verhalten des Leitwolfs hat mehrfach gezeigt, dass er es auf Nutztiere abgesehen hat.“ Auch Lechner sehe die Gefahr, dass die anderen Wölfe des Rudels sich dieses Strategien abgucken und übernehmen würden. Zudem hat Lechner in der Wolfsdebatte einen Wunsch: „Es kann nicht sein, dass sich Leute, die sich für die Entnahme des Wolfsrüden aussprechen, zur Zielscheibe von Angriffen werden.“ Und spielt damit auf die Hetze in den sozialen Netzwerken an, die zum Abzug des Wolfsberaters Hubert Wichmann führte. „Es wäre gut, wenn wir in der Wolfsdiskussion abrüsten – es ist alles sehr emotional.“

Von Marleen Gaida

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