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Nachrichten Kahlschlag am Krankenhausteich
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Kahlschlag am Krankenhausteich
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00:16 05.01.2018
Wo früher die überhängenden Äste das Ufer schattierten, stehen nun Baumstümpfe. Quelle: Benjamin Behrens
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Neustadt

 Rund um den Krankenhausteich empfängt Sparziergänger zur Zeit ein wenig einladendes Bild. Der größte Teil der Weiden am Seeufer ist radikal zurückgestutzt oder ganz gefällt worden. Die Leitung des Klinikums hat die Bäume in den letzten zwei Wochen fällen lassen. „Im Sommer sind einige Weiden umgeknickt“, sagt Klinikum-Sprecher Bernhard Koch. Auch das Sturmtief Xavier habe schwere Schäden verursacht. Grund für die Geschäftsleitung, die Bäume eingehend untersuchen zu lassen. „Ein Gutachter hat einen Pilz festgestellt“, sagt Koch. Der radikale Schritt, den größten Teil der Bäume zu fällen oder stark einzukürzen, sei aus Sicherheitsgründen notwendig. „Es gibt keinen Anlass daran zu zweifeln, dass es eine Gefahr war. Die Alternative wäre eine Absperrung des Gelände gewesen. 

Spaziergänger wie Hans-Jürgen Heuer und seine Familie hätten sich dann umorientieren müssen. „Schlimm, das dauert Jahre, bis es wieder nachwächst“ sagt Heuer. Verständnis hat das Ehepaar trotzdem. „Es ist natürlich viel umgestürzt“, sagt Erika Heuer. Ihr Sohn Tim ist mit seinen beiden Töchtern Lorena und Fiona zu Besuch. „Ich finde es traurig. Es wird natürlich seinen Grund gehabt haben“,  sagt der 39-Jährige. Verärgert sind alle drei über die von den schweren Maschinen aufgefurchten und matschigen Wege. „Das war sicher nicht der richtige Zeitpunkt“, meint Erika Heuer. 

Hans-Jürgen Heuer (von links), seine Frau Erika, ihr Sohn Tim und dessen Töchter Fiona und Lorena sind traurig über den radikalen Beschnitt. Auch die von den Fahrzeugen zerfahrenen Wege ärgern die Familie. Quelle: Benjamin Behrens

Der Angelverein Neustadt hat den Krankenhausteich gepachtet. Vorsitzender Holger Machulla hat ein genaues Auge auf den Baumbestand am Ufer. „Im letzten Jahr sind viele Kopfweiden auseinandergebrochen“, sagt Machulla. Er sieht auch Gutes an der Fällaktion:  „Wenn ein Gewässer zu wenig Wind kriegt, kann es auch umkippen“, meint der Angler. Der Wind halte die Wassermassen in Bewegung, steht ein Gewässer, bilden sich eventuell Schichten, mit zu wenig Sauerstoffgehalt. Die Bäume würden sich schon erholen, meint er. „Nach einem Vierteljahr sieht es wieder ganz anders aus.“ Einen Fan der Fällungen konnte Machulla beobachten. „Der Biber fand das gut, der hat sich gleich ein paar Äste geholt.“ 

Von Benjamin Behrens

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