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Nachrichten Kitaplätze: Auch 2018 wird es eng
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Kitaplätze: Auch 2018 wird es eng
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00:16 23.12.2017
230 Betreuungsplätze fehlten im vergangenen Jahr nach der Anmeldung. 2018 könnte der Platz erneut knapp werden. Quelle: dpa
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Neustadt

 Auch 2018 müssen Eltern im Neustädter Land  wieder mit langen Wartelisten für Betreuungsplätze rechnen. Drei Wochen nach der Abgabefrist für die Kindergarten-, Krippen- und Hortanmeldungen zeichnet sich bei der Stadt erneut ein Mangel an Plätzen ab. „Es wird Wartelisten geben“, sagt Stadtsprecherin Carmen Rigbers. Einen „Fehlbedarf“ gebe es, soweit zu diesem Zeitpunkt absehbar, insbesondere bei Krippen- und Kindergartenplätzen. Der Vorsitzende des Stadtelternrats Steven Gericke sieht in der Prognose noch keinen Grund für Eltern in Panik zu geraten. „Das Klagen über den Platzmangel hat sich zuletzt immer wieder im Laufe des Jahres relativiert“, so Gericke. In den Einrichtungen erleben die Erzieher derweil viele verunsicherte Eltern. „Es gibt schon viele, die Angst haben, keinen Platz zu bekommen“, berichtet Anna-Maria Bonk, Leiterin des Familienzentrums St. Peter und Paul in Neustadt. Bevor die Stadt im März die entgültigen Zu- und Absagen verschickt, werden die Anmeldungen bereinig. Doppelanmeldungen oder Anmeldungen von Eltern ohne nachweislichen Betreuungsbedarf verzerren die frühen Prognosen.

Das ein deutlicher Mangel an Betreuungsplätzen besteht, verdeutlicht ein Blick in die Statistik des letzten Jahres. 2016 musste die Stadt bei insgesamt 775 Anmeldungen 230 Eltern Absagen schicken. Im Verlauf des Jahres konnten davon rund 100 Wartelisten-Kinder nachrücken. „Allerdings haben wir aktuell auch 64 offene Plätze, die nicht besetzt werden“, berichtet Rigbers. Neben dem reinen Angebot ist offenbar auch die Verteilung der Plätze in der Fläche ein Problem. „Tendenziell fehlen Plätze eher in der Kernstadt“, so die Stadtsprecherin. Insgesamt verfügt Neustadt über 1968 Betreuungsplätze. 349 Krippenplätzen stehen 1171 Kindergarten- und 448 Hortplätze gegenüber. „Besonders die Krippen sind nicht ausreichend“, sagt Kindergartenleiterin Bonk. St. Peter und Paul verzeichnet für das kommende Jahr mehr als doppelt soviele Anmeldungen wie freie Plätze vorhanden sind. Bonk ist dazu übergegangen Eltern direkt bei dem ersten Besuch auf die Überzeichnung hinzuweisen. „Wenn ich sehe, dass es nicht mehr geht, sage das“, so Bonk. Sobald einer ihrer 110 Plätze frei wird, kontaktiert sie die Stadt. „Die Kommunikation klappt gut“, hält sie das Platzmanagement für gut. Doch sie weiß auch von Eltern, die auf der Warteliste verzweifeln. „Es gibt welche, bei denen der Arbeitgeber drängelt und die nicht wissen, wohin mit dem Kind“, sagt sie. 

Um das Angebot aufzustocken, schafft die Stadt 2018 zusätzliche Krippenplätze. In Hagen entstehen 15 Plätze bei der Krippe „Storchennest“. Für die Kernstadt weitere 15 (“Krippe Pusteblume“)

Es fehlen Erzieher

Nach Einschätzung des Stadtelternrats bemüht sich die Stadt jedes Jahr auf den Platzmangel durch Erweiterungen und neue Gruppen zu reagieren. Ein Problem, das seit Jahren dieses Engagement behindert ist der Fachkräftemangel. Oft fehlen schlicht die Erzieher, die in Neustadts Kitas arbeiten könnten. „Qualifizierte Bewerber stehen auf dem Arbeitsmarkt nur begrenzt zur Verfügung“, erklärt Stadtsprecherin Pamela Klages. Die Folgen: Kitas müssen auf Vertretungen zurückgreifen um das Mindestmaß an Betreuung sicherzustellen. Alternativ müssen Eltern an Tagesmütter verwiesen werden, die ebenfalls rar sind.

Von Mario Moers

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