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Amtsgerichtsdirektor Michael Giers (links) und sein Stellvertreter Jens Wesche (rechts) nehmen den ehemaligen Kollegen Stefan Birkner in die Mitte.

Amtsgerichtsdirektor Michael Giers (links) und sein Stellvertreter Jens Wesche (rechts) nehmen den ehemaligen Kollegen Stefan Birkner in die Mitte.
© Kathrin Götze

Neustadt

Birkner besucht das Amtsgericht

Parkplatzstreit, Personalsorgen und der lang gehegte Wunsch nach einem barrierefreien Zugang zu den Gerichtssälen: Bei einem Besuch am Amtsgericht Neustadt hat der FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Birkner mit den ehemaligen Kollegen einiges zu besprechen gehabt.  

Neustadt.  Wenn ein ehemaliger Kollege seine alte Wirkungsstätte besucht, gibt es viel Gesprächsstoff. So auch beim Besuch des FDP-Landtagsabgeordneten Stefan Birkner im Amtsgericht Neustadt am Donnerstag. Birkner hat dort von 2007 bis 2008 als Richter gearbeitet.

Auch damals hätten schon Radfahrer den Parkplatz gekreuzt, hin und wieder habe es auch mal knappe Situationen gegeben, berichtet Birkner, stärkt so der Gerichtsleitung den Rücken. Die Kollegen mussten viel Kritik einstecken, seit sie im Herbst den Parkplatz so absperren ließen, dass Radfahrer nicht mehr einfach durchsausen können. „Die Radfahrer, die unsere Wachtmeister angesprochen haben, haben sehr uneinsichtig reagiert“, sagt Giers. Da habe man eben absperren müssen, um die Sicherheit zu gewährleisten. 

Schon seit dem Umbau des Parkplatzes ist das radfahren dort verboten

Schon seit dem Umbau des Parkplatzes ist das radfahren dort verboten.

Quelle: Kathrin Götze

Vom geplanten Abriss und Neubau des Westflügels von Schloss Landestrost wird auch das Gericht betroffen sein, berichtete Giers. Das Familiengericht nutzt einen Verhandlungssaal und einige Büroräume über der Stadtbibliothek, die im Sommer umziehen muss. „Wir haben eine gute Lösung gefunden, können ab dem Sommer zwei Stockwerke im Sparkassengebäude an der Marktstraße nutzen“, berichtet Giers.  

Was die Personalsituation angeht, sind die schlimmsten Probleme im Amtsgericht zunächst ausgestanden, wie Giers und sein Stellvertreter Richter Jens Wesche berichteten. Allerdings blicke man mit Sorge in die weitere Zukunft. Im mittleren Dienst, den Geschäftszimmern, fehle es schon jetzt an Nachwuchs. Und auch bei den Juristen sei ein Engpass absehbar: „In den nächsten Jahren werden drei Richter hier in den Ruhestand gehen, mich eingeschlossen“, sagt Giers, der in Kürze seinen 60. Geburtstag feiert und nach aktuellem Stand mit 66 pensioniert wird. 

An der Südseite des Anbaus hätte ein Aufzug Platz, wie die Gerichtsleitung meint

An der Südseite des Anbaus hätte ein Aufzug Platz, wie die Gerichtsleitung meint.

Quelle: Kathrin Götze

Nach der Fassadensanierung am Altbau lasse der neuere Anbau aus den Sechziger Jahren klimatechnisch noch einiges zu wünschen übrig, sagte Giers. Dringender mache sich allerdings das Fehlen eines Aufzugs bemerkbar. Bei Verhandlungen in den oberen Geschossen habe man schon manchmal ziemlich improvisieren müssen, um etwa gehbehinderte Zeugen zu hören, berichtete Zivilrichter Wesche. 

Von Kathrin Götze


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  • ... von der Fläche her die neuntgrößte Stadt Deutschlands, 1,5-mal so groß wie Hannover
  • ... mit dem Stadtteil Mardorf am Steinhuder Meer ein beliebtes Ziel von Touristen
  • ... Heimat der überregional bekannten Bauwerke Schloss Landestrost und Kloster Mariensee
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