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An deutsch-türkischem Austausch ist Erkan schon lange interessiert: Das Bild zeigt ihn am Tag der Deutschen Einheit 2016 ,it dem deutsche Generalkonsul Thomas Gerlach auf einem Empfang in der türkischen Millionen Metropole Izmir.

An deutsch-türkischem Austausch ist Erkan schon lange interessiert: Das Bild zeigt ihn am Tag der Deutschen Einheit 2016 ,it dem deutsche Generalkonsul Thomas Gerlach auf einem Empfang in der türkischen Millionen Metropole Izmir.
© privat/Archiv

Neustadt

Erkans Zukunft in der Außenpolitik

Mustafa Erkan, über Jahre führender Neustädter SPD-Politiker, wird Berater des türkischen Außenministers

Neustadt. l

Mustafa Erkan hat eine neue Aufgabe: Er wird Berater des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu. Das hat Erkan –in wenigen Wochen wird er 33 Jahre alt –am Wochenende via Internet Freunden und Bekannten in Neustadt mitgeteilt. Was genau er für Çavuşoğlu machen wird, teilt Erkan nicht mit, aber er werde im „vollen Einsatz für die deutsch türkische Freundschaft“ sein. Dem Außenminister in Ankara fühlt sich Erkan bereits seit Jahren persönlich eng verbunden. Im vergangenen Sommer, Erkan war noch Vorsitzender der SPD Neustadt, hieß es auf einer Seite der Partei: „In seinem Sommerurlaub nutzte Landtagsabgeordneter Mustafa Erkan die Gelegenheit um sich mit seinem sehr geschätzten Freund, dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoglu, in seinem Wahlkreis in Antalya zutreffen“. 

Mustafa Erkan galt lange als der Hoffnungsträger der Neustädter SPD. Jung an Jahren engagierter er sich zunächst in überparteilichen Gremien wie der Neustädter Schülerschaft, trat dann in die SPD ein und legte dort anfangs eine sehr steile Karriere hin. 2013 wurde er mit 28 JahrenLandtagsabgeordneter, übernahm wenig später den Ortsvereinsvorsitz in seiner Partei, war zwischenzeitlich auch stellvertretender Bürgermeister in Neustadt. Als Abgeordneter suchte und fand Erkan die Nähe zu politischer Prominenz. In Hannover teilte er sich ein Büro mit Doris Schröder-Köpf, Altkanzler Gerhard Schröder gewann er für Auftritte in Neustadt. 

Vor Ort, in seiner Heimatstadt Neustadt, verlor Erkan dagegen an Rückhalt. Als immer noch recht junger Ortsvereinschef legte er sich mit gestandenen und älteren Abteilungsvorsitzenden an, als Abgeordneter warfen ihm vor allem die Genossen aus Wunstorf vor, sich zu wenig für ihre Stadt einzusetzen, neben Neustadt die zweite in Erkans Wahlkreis. Die Wunstorfer Genossen unterstützen denn auch nahezu uneingeschränkt eine Gegenbewergerin Erkans im Rennen um eine Landtagskandidatur. Erkan verlor diese Kandidatur schließlich an Wiebke Osigus aus Niedernstöcken, die den Wahlkreis Neustadt/Wunstorf bei der Landtagswahl im Oktober direkt gewann. 

Mustafa Erkan hatte sich derweil schon Monate zuvor aus der Tagespolitik in Neustadt verabschiedet, was ihm auch viele seiner politischen Weggefährten letztlich übelnahmen. Nachdem er erst im Mai war er als Ortsvereinsvorsitzender wiedergewählt worden war, legte er dieses Amt im September nieder. Mittlerweile hat er auch sein Mandat im Rat der Stadt niedergelegt. 

Von Dirk von Werder


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Neustadt ist ...

  • ... eine Stadt nordwestlich von Hannover mit 34 Stadtteilen und mehr als 45.000 Einwohnern
  • ... von der Fläche her die neuntgrößte Stadt Deutschlands, 1,5-mal so groß wie Hannover
  • ... mit dem Stadtteil Mardorf am Steinhuder Meer ein beliebtes Ziel von Touristen
  • ... Heimat der überregional bekannten Bauwerke Schloss Landestrost und Kloster Mariensee
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