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Nachrichten Einzigartig: Pflegegruppen sind Herzstück der Gemeinschaft in Borstel
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Einzigartig: Pflegegruppen sind Herzstück der Gemeinschaft in Borstel
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00:40 30.05.2018
Ortsbürgermeister Heinz-Günther Jaster (von links) und Ralf Reidenbach vom Dorfgemeinschaftsverein übergeben einen Findling mit Gedenktafel an Marlies Stünkel von der Pflegegruppe Lehmkuhle. Quelle: Kathrin Götze
Borstel

So etwas gibt es zumindest im Neustädter Land nicht noch einmal: In Borstel ist Grünpflege Gemeinschaftssache. Dieses Modell, eingeführt etwa nach der Gebietsreform 1974, hat ungeahnten Erfolg – und es entwickelt sich stetig weiter, wie bei der Geburtstagsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Pflegegruppe Lehmkuhle am Sonntag klar wurde. Zum Fest auf Dieter Schwatlos Hof am Sonntag stellte sich –neben zahlreichen Vereinen aus dem Dorf – auch eine neue Gruppe mit jungen Mitgliedern vor, die seit einiger Zeit Hecken und Rasenflächen rund um den Diekberg unter ihre Fittiche genommen hat.

Damit sind es nun sieben Gruppen, die sich jeweils einen Teil des Dorfes vornehmen – eine achte werde bald die Arbeit aufnehmen, berichtet Ortsvertrauensmann Gerd Hildewerth, der die Arbeiten koordiniert und den Gruppen im städtischen Auftrag jeweils einen Obolus für Geräte, Werkzeuge und Getränke auszahlt. „Die Arbeit selbst könnte die Stadt ja nicht bezahlen, sie geschieht auf freiwilliger Basis“, sagt Hildewerth, „aber die Mitarbeiter der Stadtverwaltung wissen das zu schätzen.“

Was aus der Arbeit in den Pflegegruppen alles entstehen kann, berichtete Marlies Stünkel, ihres Zeichens „Bürgermeisterin“ der Lehmkuhle. Die Gruppe entstand, als 1978 die alte Lehmgrube auf dem Borsteler Berg eingeebnet wurde. Als auch das alte Spritzenhaus nebenan ersetzt wurde, richtete die Gruppe sich an dessen Stelle eine Sitzecke ein, ein nostalgischer Hydrant erinnert an die Feuerwehr-Vergangenheit des Ortes. Nun könnte auch noch ein gewaltiger Findling dazukommen: Der Dorfgemeinschaftsverein hat ihn ausgesucht und mit einer Gedenktafel versehen, die Gruppe darf nun wählen, wo sie ihn platzieren will. Marlies Stünkel erinnert auch an die legendäre Lehmkuhlen-Band, die in Achtziger und Neunziger Jahren bei vielen Anlässen im Dorf und drum herum Stimmung machte.

Dass Freizeitspaß in Borstel meist auch Gemeinschaftspflege bedeutet, zeigt die Entstehungsgeschichte der Newcomer-Pflegegruppe, die den etwas rätselhaften Namen Korea-Blick führt. „Der kommt von dem kleinen Angelteich am Diekberg – warum der Koreasee genannt wird, weiß aber keiner mehr“, sagt Mitglied Dirk Puddig. Die jungen, sportlichen Mitglieder der Gruppe haben sich zusammengefunden, als für den Grinderwaldpokal der Dörfer im vergangenen Oktober eine „Nationalmannschaft“ für Borstel aufgestellt werden sollte. Nach aufregenden Wettkämpfen wie Trecker-Pulling oder Heuballen-Wettrollen befand die Gruppe, nun könne man auch gemeinsam im Dorf Verantwortung übernehmen.

Von Kathrin Götze

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