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Nachrichten Befragung: Das wünschen sich Eltern in Neustadt
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Befragung: Das wünschen sich Eltern in Neustadt
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16:33 01.12.2017
Angela Sperling (Mitte), Tagesmutter die Leiterin des Familien-Service-Büros  begrüsst die Bedarfsermittlung im Bereich der Frühen Hilfen. Quelle: Archiv
Neustadt

 Die Vereinbarkeit von Kind und Beruf belastet Eltern in Neustadt offenbar so stark, dass sie sich mehr Hilfe von Außen wünschen. Zu diesem Befund gelangt eine Erhebung der Region, zu der 688 Eltern von Kindern unter sechs Jahren befragt wurden. Längere Kindergarten-Öffnungszeiten und flexiblere Betreuungszeiten gehören zu den am meisten nachgefragten Anliegen der Befragten. Großes Interesse besteht außerdem an Angeboten, die sich mit der Entwicklungsphase des Kindes sowie der Erziehung und Förderung beschäftigen. 

Die Ergebnisse der vor allem in Kitas verteilten Fragebögen sollen der Stadt und Kindereinrichtungen helfen, ihr Angebot dem konkreten Bedarf entsprechend zu verbessern. „Die Ergebnissekönnen etwa einer Kitaleiterin Orientierung geben, ob sich ein Themenabend lohnt oder nicht“, erklärt Christine Dück aus dem Regions-Fachbereich Jugend. „In dieser Form gab es bislang keine Erhebung, die den Bedarf der Eltern und Fachkräfte ermittelt“, begrüsst Angela Sperling, Leiterin des Familien-Service-Büros in Neustadt die Initiative. 

Wiederkehrende Wünsche der Eltern sind etwa die Einrichtung eines Elterncafés, Themenabende und die Verbesserung der Spielplätze. Nach den favorisierten Einrichtungen gefragt, geben 83,6 Prozent die Kita und das Familienzentrum an. Auch der Sportverein (39,7) und die Kirchen (36,6) sind beliebt. „Die Kirche hat bei den Neustädter Eltern einen hohen Stellenwert als Angebotsort“, schließt Dück. In der Praxis erleben auch professionelle Anbieter von Eltern-Kind-Angeboten wie etwa die Region immer wieder, dass Kurse schlecht oder sogar gar nicht angenommen werden. „So eine Bedarfsermittlung soll helfen, solche Fehler zu vermeiden“, erklärt Jan Fehring, Leiter der Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ bei der Region.

Kritik an der Methode

Bei der Vorstellung der Ergebnisse vor Fachkräften im Gemeindehaus der freikirchlichen Gemeinde kam auch Kritik an der Methode auf. Weniger als fünf Prozent der Eltern die den Fragebogen ausfüllten, hatten angegeben, einen Hauptschul- oder gar keinen Abschluss zu haben.  Lediglich 12 Teilnehmer füllten den Fragebogen in einer anderen Sprache als Deutsch aus. Entsprechend gering fiel die Bedarfsermittlung für Angebote der Sprachförderung, Inklusion oder etwa Suchtberatung aus (jeweils unter fünf Prozent) „Ich frage mich, wie so ein Transfer in die Praxis möglich sein soll, wenn so wenige Eltern die Sozialleistungen empfangen teilgenommen haben“, bemerkte Corinna Berzenjie, Mitarbeiterin einer Familien- und Erziehungsberatungsstelle. „In der Wissenschaft haben wir häufig Probleme alle zu erreichen“, räumte Fehring ein. Eine vergleichbare Befragung von Fachkräften und Interviews mit Eltern soll 2018 die Untersuchung objektivieren.

Von Mario Moers

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