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Wie stabil ist ein Wohnhaus auf sandigem Boden? Grundschüler Ole macht den Test.

Wie stabil ist ein Wohnhaus auf sandigem Boden? Grundschüler Ole macht den Test.
© Mario Moers

Poggenhagen

Grundschüler in Poggenhagen studieren Bauingenieurwesen 

Wie funktioniert eine Talsperre? Was macht eigentlich ein Bauingenieur? Das Leibniz Junior Lab vermittelt an Grundschulen erste Einblicke in die naturwissenschaftlichen Studiengänge. Am Donnerstag waren die Studenten in der Grundschule Poggenhagen zu Gast.

Poggenhagen. Wie funkioniert eine Talsperre? Warum kippt das höchste Gebäude der Welt nicht einfach um? Die Grundschüler der Klasse 4a aus Poggenhagen beschäftigten sich am Donnerstag mit Fragen aus dem Bereich des Bauingenieurwesens. Das mobile „Leibniz Junior Lab“ war zu Gast und verwandelte das Klassenzimmer für zwei Stunden in einen Hörsaal. Mit anschaulichen Modellversuchen, Videoclips und kurzen Ausflügen in die Theorie machten die  Hilfswissenschaftler Tobias Key und Jan Seeger die Kinder mit den Grundlagen ihres Studiengangs vertraut.

Erst die Genehmigung 

„Ingenieure müssen sich zuerst eine Genehmigung holen, bevor sie die Struktur ganz genau umsetzen“. Grundschülerin Ronja hat bereits eine gute Vorstellung von der Arbeit der Bauingenieure. Wie sich Wasserdruck auswirkt, weiß Ole. „Das ist wie beim DLRG, wenn man tiefer taucht spürt man den Druck“, erklärt er. An einem Wassersäulen-Model mit mehreren Löchern überprüften die Schüler die Theorie in der Praxis. Dass dabei Wasser auf den Tisch spritzt, gehört dazu. Besonderes Interesse entwickelte die Klasse an der Torsion, der mechanischen Verdrehung eines Körpers. Das Video einer sich aufschaukelnden und spektakulär einstürzenden Brücke wurde gleich zur Wiederholung gefordert. „Damit sowas nicht passiert, braucht man Bauingenieure“, sagt einer der Studenten.

Die Grundschule nutzt seit einigen Jahren die Angebote der Leibniz Universität. Das gemeinsame Ziel ist es, naturwissenschaftliche Experimente in den Schulunterricht zu integrieren. Die Universität will auf diesem Weg langfristig  „auch den teils niedrigen Anfängerzahlen und relativ hohen Abbruchquoten in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern entgegenwirken“. Den Mädchen und Jungen machte der Ausflug in die Forschung sichtlich Spaß. Sogar die große Pause wurde auf Wunsch der Schüler verschoben. „Wir holen das Junior Lab immer in die vierten Klassen. Das ist eine gute Erfahrung, bevor die Schüler auf die Weiterführenden Schulen wechseln“, sagt Klassenlehrerin Diana Bodmann-Körber.

Der Experimente-Bus des Leibniz Junior Lab kann das ganze Jahr über von Schulen über die Internetseite www.leibniz-juniorlab.de gebucht werden. Angeboten wird ein Programm aus mehreren naturwissenschaftlichen Bereichen sowie Workshops für Lehrer.

Von Mario Moers


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