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Nachrichten Auftakt für Netzwerk Frühe Hilfen 
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Auftakt für Netzwerk Frühe Hilfen 
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00:16 01.12.2017
Luisa Spelthann (links), Heilpädagogin in der Kita Regenbogenland erkundigt sich am Stand "Tagesbetreuung" der Region nach Angeboten, die auch für ihre Arbeit wichtig sein können. Quelle: Mario Moers
Neustadt

Über 60 Institutionen und Einrichtungen arbeiten in Neustadt im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Institutionalisierten Austausch untereinander gibt es dabei viel zu wenig, finden die Verantwortlichen. Ein Netzwerk „Frühe Hilfen – Frühe Chancen – gut aufwachsen am Steinhuder Meer“, soll das ändern. 120 Mitarbeiterinnen von der Kinderärztin über die Tagesmutter bis zur Schulleiterin trafen sich am Montagabend zu einer Auftaktveranstaltung im Saal der freikirchlichen Gemeinde. Neben dem Austausch soll es auch darum gehen, den Bedarf der Eltern mit Kindern bis sechs Jahre zu ermitteln und neue Angebote zu entwickeln. „Das könnte ein Babysitter-Vermittlung ein, ein Großeltern-Verleih oder ein E-Mail-Newsletter, der Eltern alle neuen Angebote vorstellt“, nennt Katja Osterburg von der Region Hannover mögliche Projekte. 

„Es geht darum, Netzwerke zu bilden, durch die möglichst kein Kind durchfällt“, wandte sich Bürgermeister Uwe Sternbeck an die Teilnehmer. Als Träger der Kinder- und Jugendhilfe hat die Region Hannover flächendeckend begonnen, entsprechende Netzwerke vor Ort aufzubauen. „Wenn der Kita-Mitarbeiter nicht weiß, an welchen Ergotherapeuten er vermitteln kann und der Ergotherapeut die örtlichen Angebote der Behinderten-Förderung nicht kennt, ist das ein Problem“, sagt Prozesskoordinatorin Elke Stratmann. 

Heilpädagogin Luisa Spelthann von der Kita Regenbogenland  hält die Initiative für absolut notwendig. „Ich arbeite mit einem ganzheitlichen Ansatz. Da ist die multiprofessionelle Zusammenarbeit ganz entscheidend“, sagt sie. Am Montagabend nutzt sie das Treffen, um sich über Angebote für mehrsprachige Familien zu erkundigen und Kontakte zu knüpfen. Neben ihr unterhält sich ein Mitarbeiter der Lebenshilfe mit Lehrerinnen der Stockhausenschule, eine Tagesmutter sucht Ansprechpartner bei den Regionsmitarbeitern. Im Zehn-Minuten-Takt ruft die Moderatorin die Teilnehmer auf, sich in neuen Gesprächsrunden zusammenzufinden. „Netzwerke enstehen nicht von selbst, sie müssen angeschoben und optimiert werden“, erklärt sie das Konzept.

Organisatorisch ist das Netzwerk dem Familien-Service-Büro der Stadt zugeordnet. Eine extra Stelle wurde nicht geschaffen. Familienbüro-Leiterin Angelika Sperling übernimmt die Koordination als zusätzlich Aufgabe. Die Entwicklung des Netzwerks hängt damit maßgeblich von der Bereitschaft der relevanten Einrichtungen und Mitarbeiter ab. Als Arbeitsgrundlage sollen die Ergebnisse einer Elternbefragung  zu Betreuungsbedarf und weiteren Wünschen helfen, an der sich 688 Neustädter Eltern beteiligt haben.

Jährliche Treffen und die kontinuierliche Arbeit einer Lenkungsgruppe soll künftig den Austausch der Angebote aus dem Bereich der sogenannten Frühen Hilfen stärken und optimieren. Als Frühe Hilfen werden Angebote bezeichnet, die sich an Eltern von Kindern unter sechs (in besonderen Fällen zehn) Jahren richten. Tagesmütter gehören ebenso dazu wie entsprechende Angebote von Sportvereinen, der Mutter-Kind-Yoga-Kurs oder die ärztliche Untersuchung zur Einschulung. 

Von Mario Moers

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