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Region Geocaching: vier neue Verstecke für Nachhaltigkeits-Tour
Region Geocaching: vier neue Verstecke für Nachhaltigkeits-Tour
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19:24 18.09.2018
SPASS IM WALD: Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Daniel Pflieger von „Geheimpunkt“ am Geocache Waldstation, zu dessen Lösung auch ein Luftballon mitgebracht werden sollte. Quelle: Foto: Wilde
HANNOVER

Wieder einen Schritt weiter: Die Stadt Hannover hat den dritten Teil ihrer Geocaching-Tour zum Thema Nachhaltigkeit freigegeben – von jetzt an können alle, die Spaß an der modernen Form der Schnitzeljagd in Verbindung mit Rätselraten haben (siehe Info Geocaching) vier weitere Stationen aufsuchen. Drei der neuen Stationen der Reihe „Nachhaltige Ge(o)heimnisse“ sind in der Eilenriede installiert: an der Waldstation, auf dem Trimm-Pfad am Zoo und in Bischofshol. Die vierte Station ist im Heideviertel. Damit ist mit nun zwölf Tour-Caches der größte Teil der Nachhaltigkeitstour in Betrieb – bis zum Frühjahr sollen die restlichen fünf Geocaches zum Thema eingerichtet sein.

Hauptstadt des Geocaching

Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette sagte anlässlich der offiziellen „Freischaltung“ der Stationen am Dienstag an der Waldstation, dass man mit dieser Tour „die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit etwas Leben füllen“ wolle. Und da das Geocaching ein Freizeitvergnügen sei, das Menschen vieler Altersstufen anspreche, sei das der geeignete Weg, um „mit ein wenig didaktischem Ansatz möglichst vielen die Ziele nahezubringen“. Denn jeder Cache bietet zu einem der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele spezielle Informationen und eine teils themenbezogene Aufgabenstellung, um das Rätsel zu lösen und das „Versteck“ überhaupt öffnen zu können. Der Cache an der Waldstation etwa widmet sich dem Thema Erderwärmung und dem Treibhausgas Kohlendioxid, andere greifen die Themen Gleichberechtigung, Frieden und Gerechtigkeit, Trinkwasser oder Konsum auf. Für Tegtmeyer-Dette lag es nahe, die Sache so anzugehen: „Hannover ist ja so etwas wie die Hauptstadt des Geocaching“, sagte sie. Idealerweise macht man die Tour mit dem Fahrrad – die Dezernentin selbst war „standesgemäß“ per Rad vom Rathaus zur Waldstation geradelt.

Der Cache-Experte

Ausgedacht und kreativ umgesetzt hat das wieder Daniel Pflieger, der auf dem Gebiet Geocaching absoluter Experte ist und mit seiner Firma Geheimpunkt von Hannover aus bundesweit Geocaching-Touren anbietet und spezielle Touren mit Kniff entwickelt und Caches, die oft Staunen und Begeisterung auslösen. Und Pflieger hat die Szene im Blick, er weiß aus den Statistiken im Internet, wo besuchte Caches registriert werden: „Hannover gehört zu den Top Ten, was Beliebtheit und Besuche von Geocache-Touren betrifft – weltweit!“ Im Schnitt werde jeder der bisherigen Nachhaltigkeits-Caches einmal täglich besucht – und sie würden „überdurchschnittlich gut bewertet – das freut uns sehr!“

Weitere Tourstationen sind seit Mitte 2017 in Döhren, Ricklingen, Vahrenwald, Hainholz sowie Laatzen-Grasdorf installiert.

Mehr dazu gibt es unter

www.hannover.de/geoheimnisse

Die Koordinaten aller Caches weltweit finden sich unter www.geocaching.com

Info: Das ist Geocaching

Geocaching ist eine Art moderne Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Prinzip: Verstecke werden anhand geografischer Daten angegeben und müssen mit Hilfe von GPS-Empfängern (geben ihre Position über Satellitendaten an) gefunden werden.

Aktuell verzeichnet die internationale Internetseite „geocaching.com“ 6611 der Cache (Versteck, geheimes Lager) genannten Ziele in der Region Hannover, die es mit Hilfe der GPS-Signale aus dem All und etwas Rätsellösen und Einfallsreichtum zu finden gilt. Früher nahm man dazu spezielle GPS-Geräte, heute funktioniert das mit modernen Handys und speziellen Apps (Programmen) darauf.

Am Ziel (dem Cache) findet sich meist ein wasserdichter Behälter mit Besuchertagebuch und Tauschgegenständen. Viele Caches sind mit Rätseln versehen – nur wer die löst, findet dann den Behälter – nicht bei den genannten Koordinaten, sondern irgendwo in der Umgebung. „Professionelle“ Caches (etwa auf Touren von Städten, Verbänden) bieten selbst noch mal Zugangsbarrieren, die es vor Ort zu lösen gilt. Die jeweiligen Routen/Rätsel/Caches finden sich im Internet, wo es auch die Positionsangaben gibt – und Hinweise, was man dabeihaben sollte, um den Cache öffnen und sich dann ins Logbuch eintragen zu können.

Von Ralph Hübner

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