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Region Lehrte Nachrichten Altes Dorf: Neuer Nettomarkt soll Anfang 2019 öffnen
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09:17 16.03.2018
Die Tage des Nettomarkts im alten Lehrter Dorf sind gezählt: Im Sommer wird er abgerissen. Quelle: Achim Gückel
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Lehrte

 Der Neubau eines Supermarkts im alten Lehrter Dorf rückt jetzt in greifbare Nähe. Der Bauantrag für das erstmals im Juni 2017 vorgestellte Projekt ist mittlerweile eingereicht. Voraussichtlich in diesem Sommer wird das alte Gebäude an der Hagenstraße, in dem derzeit ein Sonderpostenmarkt untergebracht ist, abgerissen. Anfang 2019 soll dann nach einer Bauzeit von knapp sechs Monaten an derselben Stelle der neue Supermarkt stehen und seine Türen öffnen. Diesen Zeitplan hat jetzt das Unternehmen Staake Investment und Consulting aus Braunschweig vorgestellt. Es errichtet den Neubau im Auftrag der Einzelhandelskette Netto.

Der neue Markt wird von vielen Bewohnern im Bereich des alten Dorfs schon seit langer Zeit herbeigesehnt. Auch die Politiker der Stadt befürworten das Projekt ausdrücklich. Mancher erhofft sich durch ihn auch positive Auswirkungen auf den Wochenmarkt an der Matthäuskirche. Als Roger Liebig, Planer beim Unternehmen Staake, jetzt im Bauausschuss die überarbeiteten Pläne vorstellte, gab es dafür daher grundsätzlich Zustimmung. „Der Markt wird dringend erwartet“, sagte Wilhelm Busch (CDU).

Diskussionen gab es allerdings noch über die Rückfront des Neubaus, der sich an der Straße Zum Alten Dorf befinden wird. Dort wünschen sich die Politiker einen Anblick, der sich „ins Dofbild einfügt“, wie es Armin Hapke (CDU) ausdrückte. Die von Liebig präsentierten Pläne sehen dort eine Fassade mit grauen Fachungen und sogenannten Ziegeljochen als Auflockerung vor. Bei den Fachungen sei es aber sicher besser, „Farbe ins Spiel zu bringen“, regte André Tepper (SPD) an.

Wie die Fassade an dieser sehr augenfälligen Stelle im alten Dorf aussehen wird, steht noch nicht endgültig fest. Klar ist indes, dass der neue Nettomarkt kleiner wird als der vorhandene Sonderpostenmarkt, der zurzeit etwa 1600 Quadratmeter groß ist. In einer ersten Stufe wird Staake zunächst einen 800 Quadratmeter großen Neubau errichten, der später an seiner Nordseite noch um einen etwa 250 Quadratmeter großen Anbau erweitert wird.

Diesen Kompromiss müssen die Planer machen, weil für das rund 5000 Quadratmeter große Grundstück an der Hagenstraße derzeit noch kein entsprechender Bebauungsplan existiert. Ein 800-Quadratmeter-Markt sei zwar „klein und nicht zeitgemäß“ hatte ein Vertreter des Unternehmens Netto schon vor knapp einem Jahr gesagt. Doch auf den Abschluss eines Bebauungsplanverfahrens zu warten, dauere einfach zu lange. Daher soll nun die Zwei-Stufen-Lösung kommen.

So will das Unternehmen Staake aus Braunschwieg das Gelände im alten Dorf bebauen. Quelle: HAZ

Eine Schonfrist für den alten Sonderpostenmarkt an der Hagenstraße gibt es nicht. Diesem zu kündigen, ginge sehr kurzfristig, hatte Liebig im Ausschuss beteuert. Er betonte außerdem, dass das alte Lehrter Dorf durch den Neubau auch gestalterisch gewinne. Neben rund 70 Stellplätzen für Autos sind in der ersten Ausbaustufe auch umfangreiche neue Grünflächen vorgesehen. Die bauliche Versiegelung des Grundstücks liege derzeit bei fast 95 Prozent, künftig nur noch bei 70 Prozent.

Die von einigen Planern gewünschten Fenster an der Front zur Straße An der Masch seien jedoch nicht machbar, sagte Liebig. Denn auf dieser Seite des Neubaus werde das Warenlager angesiedelt. Allein schon aus Erwägungen der Einbruchssicherheit seien dort keine Fenster machbar.

Von Achim Gückel

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