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Region Lehrte Nachrichten So häufig kracht es auf der A2 bei Lehrte
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18:54 11.01.2018
Am Stauende vor der A2-Baustelle bei Lehrte-Hämelerwald gibt es immer wieder schwere Unfälle. Quelle: Julian Stratenschulte
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Lehrte

Auf der Autobahn 2 im Bereich der aktuellen Baustelle bei Lehrte gibt es, rein statistisch, fast täglich einen Auffahrunfall. Das geht aus Zählungen der Polizeidirektion Hannover hervor. Seit die Baustelle am 12. September eingerichtet wurde, hat es dort schon mehr als 100-mal gekracht. In fast allen Fällen hätten Lastwagen- oder Autofahrer das Stauende falsch eingeschätzt, erläutert eine Polizeisprecherin.

Dabei ist die Fahrtrichtung Berlin die gefährlichere. Dort gab es zwischen dem 12. September und dem 31. Dezember vergangenen Jahres 59 Auffahrunfälle mit zwölf Leichtverletzten. In Fahrtrichtung Dortmund zählte die Polizei 42 Karambolagen mit sechs Leicht- und einem Schwerverletzten. Insgesamt hat es auf der A2 bei Lehrte also innerhalb von 111 Kalendertagen exakt 101 Auffahrunfälle gegeben.

Eine Übersicht über die Unfälle seit dem Jahreswechsel gibt es nicht. Ob der Autobahnabschnitt bei Hämelerwald und Lehrte tatsächlich der gefährlichste Deutschlands ist, wie es Hämelerwalds Politiker in ihrem Brief andeuten, ist nur schwer zu sagen. Dazu müsste es kleinteilige Auswertungen für jeden kleinen Autobahnabschnitt in Deutschland geben, sagt die Polizeisprecherin. Das sei nicht zu leisten.

Behörde: Lkw-Fahrer sind häufig schuld

Bei den zwei jüngsten Unfällen am Montag- und Dienstagmorgen hatte es einen Toten und zwei Schwerverletzte gegeben. Jeweils waren Lastwagen auf das Stauende vor der Baustelle im Bereich Lehrte-Ost aufgefahren.  Die Unfallstellen befanden sich jeweils nur einige hundert Meter westlich der Anschlussstelle Hämelerwald.

Auf die Kritik an der Baustellenplanung hatte die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover reagiert. „Schuld an den vielen Unfällen ist nicht die Baustelle, sondern der Mensch“, sagte Behördenchef Friedhelm Fischer am Mittwoch. Auslöser für die Vielzahl der teils folgenschweren Karambolagen am Stauende seien die mitunter haarsträubenden Fahrlässigkeiten am Lenkrad der Lastwagen. Unaufmerksamkeit und zu geringer Sicherheitsabstand seien nur die zwei vordergründigen Auslöser der Unfälle. „Der überwiegende Teil der Unfälle wird von Lastwagenfahrern nicht deutscher Herkunft verursacht. Wir kriegen das Problem mit den Unfällen nur in den Griff, wenn auch für sie strengere Bedingungen gelten“, meint Fischer.

Auf die hohe Zahl an Unfällen mit Lkw-Beteiligung auf der A2 hatte auch die Polizei in der Vergangenheit immer wieder hingewiesen. Auf dem gesamten A2-Abschnitt im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover war im Jahr 2016 an fast jedem zweiten der insgesamt 2417 Unfälle ein Lkw beteiligt. An 788 Unfällen hatten Lkw-Fahrer Schuld. Besonders häufig krachte es während der Baustellenzeit. Die Gesamtzahlen für 2017 stellt die Polizeidirektion erst im März vor.

Von Achim Gückel und Frerk Schenker

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