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Nachrichten 3000 Besucher feiern beim Zytanienfestival
Region Lehrte Nachrichten 3000 Besucher feiern beim Zytanienfestival
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00:17 29.08.2018
Tausende haben das Zytanien-Festival bei Immensen besucht. Quelle: Maximilian Hett
Immensen

„Zytanien!“, dröhnt es von der Hauptbühne –und die Masse jubelt. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit: Das Zytanien-Festival bei Immensen öffnete seine Pforten und lockte rund 3.000 Besucher aus der Region Hannover, aber auch anderen Teilen Niedersachsens an. Bei entspannter elektronischer und Reggae-Musik tanzten die Besucher vor einer der drei Bühnen mit – oder ließen es sich einfach auf der Wiese gut gehen. Manch einer hatte sich dafür auch seine eigene Hängematte mitgebracht.

Obwohl es für den ein oder anderen Besucher nicht so aussieht, hat sich seit dem vergangenen Festival viel getan. Vor der nunmehr 32. Auflage der Veranstaltung wurde viel gebaut und an der Logistik hinter der Bühne gearbeitet, wie Zytanier Christian Topf, auch als „Dippen“ bekannt, erklärte. In diesem Jahr ist der Eintritt auf 40 Euro gestiegen – „das sind aber nur die Unkosten“, wie Topf hervorhebt. Auch die Reinigung koste viel. „Die Leute lassen nach dem Festival Zelte, Sofas oder Kühlschränke hier stehen“, sagte er.

Ansonsten setzte der Veranstalter auf Altbewährtes. „Sachen wie VIP-Campingplätze machen wir nicht“, betonte Topf. Dafür habe man einen Campingplatz für Tagesgäste eingerichtet, die so einfacher wieder abreisen könnten. Engpässe bei den Plätzen gebe es nicht, sagte Topf. Nachdem die Polizei in den vergangenen Jahren immer wieder Verstöße gegen das Betäubingsmittelgesetz festgestellt und die Beamten zahlreiche Fahrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen hatten, fällt Topfs Bilanz in diesem Jahr positiv aus: „Das ist ein gutes Zusammenarbeiten mit der Polizei.“ Gleichzeitig appellierte er an die Besucher, „keinen Blödsinn“ zu veranstalten. „Die Leute sollen rausgehen aus dem Alltag, sich selber feiern und etwas Verrücktes machen“, so Topf. Das Zytanien-Festival biete dafür eine Fläche.

Soll alles beim Alten bleiben?

Insgesamt arbeiten rund 250 Menschen vor und hinter den Kulissen daran, dass die Künstler betreut, Essen zubereitet und verkauft und verschiedene andere Verkaufsstände betrieben werden. „Das ist alles eine eingeschworene Community, viele Leute kennen sich“, sagt Organisator Christian Topf. Zudem blieben die Besucherzahlen konstant. „Wenn Ältere nicht mehr kommen, kommen gleichzeitig Jüngere nach. Das ist alles eine Familie.“ Genau das scheinen viele Besucher beim Zytanien-Festival zu schätzen. Hört man sich um, was das Festival ausmacht, ist die Antwort immer der familiäre Charme und die friedliche Atmosphäre. „Hier kommen Jung und Alt zusammen“, meint beispielsweise eine Besucherin aus Uetze, die schon seit 30 Jahren zum Zytanien-Festival kommt.

Gleichzeitig überlegen die Veranstalter aber auch, wie es mit dem Festival in Zukunft weitergehen soll. „Da gibt es zwei Möglichkeiten. Neben der Variante, wie es aktuell läuft, könnten wir auch zwei bis drei Top Acts engagieren“, erklärt Topf. Dann konzentriere sich das Festival allerdings mehr auf diese Künstler. Zudem könnten dadurch steigende Besucherzahlen das derzeitige Konzept mit vergleichsweise vielen Freiräumen an seine Grenzen treiben. „Das würde schon starke Veränderungen mit sich bringen“, gibt Topf zu Bedenken. Sicher ist für ihn, dass er auch in den nächsten Jahren an der Organisation des Festivals mitwirken möchte. Für die Zukunft sieht er das Zytanien-Festival gut aufgestellt.

Drogenkonsum: Polizei findet Ecstasy, Kokain, LSD und Marihuana

Die Polizei hat bereits bei der Anfahrt zum Gelände am Freitag die Festivalbesucher wieder umfangreich kontrolliert. Dabei kam auch ein Drogenspürhund zum Einsatz. Die Beamten erwischten nicht nur fünf Fahrer unter Drogeneinfluss am Steuer. Sie fanden bei einigen Besuchern auch kleinere Mengen Drogen. Darunter laut Polizeihauptkommissar Alexander Hübner Ecstasy, Kokain, LSD und Marihuana. Die Besitzer der Drogen erwartet nun ein Verfahren wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln. Zwei Besucher hatten sogar größere Mengen Drogen bei sich – vermutlich zum Verkauf. Gegen sie wird nun wegen des Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt. Die sichergestellten Drogen bewahrt die Polizei Lehrte in der sogenannten Asservatenkammer auf –bis die Staatsanwaltschaft deren Vernichtung anordnet. Das Ergebnis der Kontrollen vom Sonntag bei der Abreise der Besucher steht noch nicht fest.pos

Von Maximilian Hett

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