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Hier ist ein geeigneter Platz für Buche, Eiche und Kiefer: An dem Rondell neben dem Stadtpark soll ein Baum-Denkmal für die Deutsche Einheit gepflanzt werden.

Hier ist ein geeigneter Platz für Buche, Eiche und Kiefer: An dem Rondell neben dem Stadtpark soll ein Baum-Denkmal für die Deutsche Einheit gepflanzt werden.
© Gückel

Lehrte

Bäume für die Einheit: Diskussion geht weiter

Die schon über zwei Jahre andauernde Diskussion um Baum-Denkmäler in Lehrte als Symbole für die Deutsche Einheit geht weiter. Die Stadtverwaltung soll erneut nach Standorten in den Dörfern suchen.

Lehrte. Vor 2015 hat die Diskussion um Baum-Denkmäler für die Deutsche Einheit im Lehrter Stadtgebiet begonnen. Im nächsten Jahr geht sie in eine neue Runde. Lehrtes Umweltpolitiker wollen, dass die Stadtverwaltung erneut prüft, an welchen öffentlich zugänglichen und präsentablen Stellen in den Dörfern die Kombination aus Buche, Kiefer und Eiche angepflanzt werden könnte. Der Standort für solch ein Baum-Denkmal in der Kernstadt steht indes schon fest. Es soll im Bereich des Rondells an dem in diesem Jahr umgestalteten westlichen Pfingtanger gepflanzt werden, haben die Mitglieder des Umweltausschusses unlängst einmütig befürwortet.

Die Debatte um die Baum-Denkmäler geht auf eine Initiative der CDU anlässlich des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung im Herbst 2015 zurück. Eine Buche als Symbol für die alte Bundesrepublik, eine Kiefer für die Ex-DDR und eine Eiche für das geeinte Deutschland sollen, nebeneinander stehend, die geschichtlichen Ereignisse vergegenwärtigen. Daneben sollen eine Sitzbank, ein Mülleimer und möglicherweise noch eine Hinweistafel installiert werden. Die Christdemokraten hatten darauf gesetzt, dass solch ein Denkmal in möglichst vielen Lehrter Ortschaften entstehen könnte.

Doch nur aus Ahlten, Sievershausen und Hämelerwald gab es Hinweise auf mögliche Standorte für das symbolträchtige Baum-Trio. Und die erwiesen sich bei näherem Betrachten als ungeeignet, urteilte die Verwaltung. Im Baugebiet Kirchlahe Süd in Sievershausen fehle der Platz, der Festplatz im Dorf sei zu abgelegen, das Gelände der Kita Im Wiesengrund in Ahlten nicht öffentlich zugänglich, der Standort an der Streuobstwiese in Hämelerwald zu nass für Buchen. Schließlich stellten die drei Baumarten völlig unterschiedliche Anforderungen an Standort und Boden.  Für die ungewöhnliche Anpflanzung sei eigentlich nur der Platz an dem Pfingtanger-Rondell in der Kernstadt geeignet, hieß es.

Das hat die Ortsräte in Ahlten, Hämelerwald und Sievershausen verärgert. Ralf Wengorsch (CDU) sagte in einer Sitzung des Umweltausschusses unlängst, im Rathaus habe man die Vorschläge aus den Dorfern „einfach abgebügelt“. Die Verwaltung müsse erneut mit den Ortsräten sprechen und neue Standorte für die Baum-Denkmäler ausfindig machen. Bärbel Ahlers (CDU) regte an, bei dieser Prüfung nicht nur Ahlten, Hämelerwald und Sievershausen, sondern alle Lehrter Dörfer unter die Lupe zu nehmen. Baudezernent Christian Bollwein machte indes nur wenig Hoffnung, dass diese Aktion Erfolg hat. „Noch einmal auf die Suche zu gehen ist in Ordnung. Aber die Hoffnung, geeignete Flächen für diese Kombination von Bäumen zu finden, ist gering“, sagte er bedauernd.

Von Achim Gückel


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