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Im Einsatz auf der Autobahn: Hämelerwalds Feuerwehrleute helfen bei der Bergung des toten Lastwagenfahreres nach dem schweren Auffahrunfall am Montag dieser Woche.

Im Einsatz auf der Autobahn: Hämelerwalds Feuerwehrleute helfen bei der Bergung des toten Lastwagenfahreres nach dem schweren Auffahrunfall am Montag dieser Woche.
© Achim Gückel

Lehrte

Stadtbrandmeister: „Feuerwehr nicht überlastet“

Ist Hämelerwalds Feuerwehr durch die Einsätze bei Unfällen auf der A 2 an ihrer Belastungsgrenze? Mitnichten ist sie das, meint Stadtbrandmeister Jörg Posenauer und widerspricht damit Ortspolitikern.

Hämelerwald.  Die Diskussion über die häufigen Unfälle auf der Autobahn bei Lehrte dauert an. Jetzt hat sich Stadtbrandmeister Jörg Posenauer zu Wort gemeldet. Er rügt die Darstellung von Hämelerwalder Ortspolitikern, die dortige Ortsfeuerwehr sei durch die Einsätze auf der A2 an ihrer Belastungsgrenze angekommen. „Die Feuerwehr ist nicht überlastet“, widerspricht er in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Anzahl der schweren Unfälle auf der A2 sei sogar zurückgegangen. Außerdem sei die Ortsfeuerwehr Hämelerwald für die technischen Hilfeleistungen bei Unfällen bestens ausgestattet und auch personell gut aufgestellt, betont Posenauer.

Die Diskussion um die Autobahnunfälle hatte sich zu Beginn der Woche an einem Appell aus dem Ortsrat Hämelerwald entzündet. Diesen hatten Ortsbürgermeister Dirk Werner (SPD), dessen Stellvertreter Thomas Schorn (FDP) und Roland Panter (Grüne) verfasst. Mit Blick auf die zwei schweren Unfälle auf der Autobahn bei Hämelerwald am Montag und Dienstag kritisierten sie nicht nur das Baustellenmanagement der Verkehrsbehörden, sondern schrieben auch, dass die Ortsfeuerwehr an ihre Belastungsgrenze komme.

Posenauer kritisiert nun, dass es im Vorfeld der politischen Stellungnahme weder eine Rückfrage beim Hämelerwalder Ortsbrandmeister Christian Fechner, noch bei ihm selbst gegeben habe. „So hat es Irritationen in den Reihen der Feuerwehr gegeben, die vermeidbar gewesen wären“, schreibt der Stadtbrandmeister. Wie die Hämelerwalder Politiker um Ortsbürgermeister Dirk Werner zu der Folgerung kommen können, dass die Ortsfeuerwehr überfordert ist, sei ihm „unerklärlich“.

Die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle auf der A2, bei denen auch die Feuerwehr Hilfe leisten musste, sei im vergangenen Jahr „weit entfernt von den Zahlen zur Zeit des dreispurigen Ausbaus“ der Hauptverkehrsader. Konkret wurde die Hämelerwalder Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr zu drei Unfällen auf der A2 mit eingeklemmten Personen gerufen. 2015 seien es fünf derartige Einsätze gewesen, im Jahr danach sieben. Insgesamt habe die Feuerwehr in Hämelerwald durchschnittlich 80 Einsätze pro Jahr. Damit sei sie „weit von einer Überlastung entfernt“, meint Posenauer.

Auch Hämelerwalds Ortsbrandmeister Christian Fechner hatte sich Montag und Dienstag kritisch zur Stellungnahme aus dem Ortsrat geäußert. In einem Onlineportal betonte er, dass die Aussage, die Ortsfeuerwehr sei an ihrer Belastungsgrenze angekommen „schlichtweg falsch“ sei. Man sei für die Unfälle ebenso wie für die Belange der Bürger in der Ortschaft gleichermaßen gut einsatzbereit. „Das ist unsere Aufgabe und diese erfüllen wir zu 100 Prozent“, sagte Fechner. 

Von Achim Gückel


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