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Region Lehrte Nachrichten Rat ist (fast) einig: Die Oberschule soll kommen
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00:16 10.12.2017
Der Schulstandort am Ried in Hämelerwald soll zur Oberschule werden. Quelle: Achim Gückel
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Hämelerwald/Sievershausen

 Ein langer und mitunter heftiger politischer Streit ist beendet: Der Rat der Stadt hat fast einmütig beschlossen, dass aus dem Schulstandort am Ried in Hämelerwald/Sievershausen zum nächsten Schuljahr eine Oberschule wird. Die Stadtverwaltung soll nun den entsprechenden Antrag an die Landesschulbehörde stellen.

Man habe lange um das Thema gestritten, und letzlich habe keines der politischen Lager wirklich gewonnen, sagte der Hämelerwalder CDU-Ratsherr Reneé Friedrich am Mittwochabend. Er halte die Oberschule zwar nur für die „zweitbeste Lösung“. Wichtig sei es aber, im Osten des Stadtgebiets überhaupt eine weiterführende Schule zu behalten. Daher werde man nun „energisch versuchen, die Schule zu einem Erfolg zu machen“, betonte der Christdemokrat. Friedrichs Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens bremste den Optimismus etwas. Die Oberschule steuere auf eine schwierige Lage zu. Er sei gespannt, ob die für den Betrieb einer zweizügigen Schule nötigen Schülerzahlen tatsächlich erreicht werden, sagte Deneke-Jöhrens.

In der jüngsten Befragung hatten auch auf lange Sicht genügend Eltern ihr Interesse bekundet, ihren Nachwuchs zur Oberschule am Ried zu schicken. Die Einrichtung dieser für Lehrte neuen Schulform, die quasi Haupt- und Realschule vereint, hatte die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Linken angeregt, nachdem sich im Frühjahr abgezeichnet hatte, dass es keine Mehrheit für die ursprünglichen Pläne einer Schließung des Schulstandorts gibt.

Hämelerwalds Ortsbürgermeister Dirk Werner (SPD), der sich stets für den Erhalt des Schulstandorts und damit gegen die ursprüngliche Linie seiner Fraktion eingesetzt hatte, schloss das Thema mit einer persönlichen Erklärung ab. Er freue sich, „dass zwei Jahre Kampf zu Ende sind.“ Und er sei sich sicher, dass die Oberschule nicht nur ein „ungeliebtes Kind“ oder eine „Restschule“ werde, wie mitunter von Kritikern zu hören gewesen war. Werner rügte das aus seiner Sicht „unsachliche Gezerre“ um die Zukunft des Schulstandorts vor einem Jahr, als er auch „persönlich angegangen“ worden sei.  

Bei der Abstimmung votierte fast der komplette Rat für die Oberschule. Nur AfD- Ratsherr Stefan Henze lehnte die Einführung ab.

Von Achim Gückel

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