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Am Ortsrand von Ahlten an der Hannoverschen Straße soll das Neubaugebiet entstehen.

Am Ortsrand von Ahlten an der Hannoverschen Straße soll das Neubaugebiet entstehen.
© Privat (Archiv)

Lehrte

CDU sieht Ahltens dörflichen Charakter bedroht

Das geplante Neubaugebiet Hannoversche Straße Nord-Ost hat im Ortsrat Ahlten für Diskussionen gesorgt. Die Lokalpolitiker sind in Streit über die Geschosshöhen für die Mehrfamilienhäuser geraten.

Ahlten.  Das geplante Neubaugebiet Hannoversche Straße Nord-Ost hat im Ortsrat Ahlten für Diskussionen gesorgt. Die Lokalpolitiker sind in ihrer jüngsten Sitzung im Feuerwehrhaus in Streit über die Geschosshöhen für die Mehrfamilienhäuser geraten. Der Bebauungsplanentwurf sieht für das gut fünf Hektar große Wohngebiet zwischen Backhaus- und Hannoverscher Straße derzeit 18 Reihenhäuser, 35 Einzel- und Doppelhäuser sowie fünf Mehrfamilienhäuser vor. Letztere sollen laut Stadtverwaltung dreigeschossig gebaut werden und dürfen maximal 14 Meter hoch sein.

Die CDU-Fraktion im Ortsrat sprach sich in der Sitzung klar gegen solch eine Bauweise aus. „Dreigeschossig wird es mit uns nicht geben“, betonte Michael Wolbers. Die Häuser würden dann Bollwerken ähneln. „Ahltens dörflicher Charakter würde dadurch stark beeinträchtigt“, sagte Wolbers.  Die CDU ziehe daher eine Bebauung mit lediglich zwei Geschossen vor.

Vertreter von SPD und der Grüne Christian Klein-Heyl plädierten hingegen dafür, die Pläne für die dreigeschossige Bauweise umzusetzten. Es sei wichtig, in dem Baugebiet auch günstigen Wohnraum anzubieten. „Wir sollten Investoren die Möglichkeit geben, dies mit dem Bau von dreigeschossigen Häusern zu realisieren“, erklärte der SPD-Fraktionsvoristzende Timo Bönig.

Claudia Meyer-Appel vom Fachdienst Stadtplanung gab zu bedenken, dass  günstige Mietwohnungen in zweigeschossigen Häusern kaum zu realisieren seien. Für die Mehrfamilenhäuser seien zudem barrierefreie Wohungen vorgesehen. Aufzüge könnten aber nur in Gebäuden mit mindestens drei Geschossen gebaut werden, sagte Meyer-Appel.

Die CDU-Fraktion blieb dennoch konsequent. „Preiswerte Wohnungen ja, aber nicht um jeden Preis“, erklärte Wolbers. Bei der Abstimmung votierte der Ortsrat mit den fünf Stimmen der CDU für die Beschlussvorlage – mit der Ergänzung, dass für Mehrfamilienhäuser maximal eine zweigeschossige Bauweise zulässig sein soll. Die zwei SPD-Mitglieder und der Grüne enthielten sich. Bönig betonte, dass die Vorlage nicht von ihnen abgelehnt worden sei, weil das weitere Verfahren nicht aufgehalten werden soll.

Über das Neubaugebiet Hannoversche Straße wird am Montag, 4. Dezember, in der Sitzung des Bau- und Verkehrsplanungsausschusses beraten. Sie beginnt um 17 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16.

Von Katja Eggers


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