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00:18 02.08.2018
Der Weihnachtsmarkt in Sehnde kommt wieder in die Diskussion. Quelle: Eggers
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Sehnde

Um den Sehnder Weihnachtsmarkt sowie dessen Organisation und Standort hat es schon oft Diskussionen gegeben. Jetzt, mitten im Hochsommer, wird das adventliche Fest wieder zum Gegenstand der Debatte. Am Dienstag, 31. Juli, wird sich der Ortsrat über die Frage unterhalten, ob nach den Zerwürfnissen früherer Jahre nun doch wieder eine Kooperation zwischen der Händlergemeinschaft IGS und den Organisatoren aus dem politischen Gremium möglich ist. Zur Debatte steht, den traditionellen Weihnachtsmarkt an der Kreuzkirche und die verhältnismäßig junge IGS-Christmas-Party auf dem Marktplatz nicht mehr zeitlich getrennt, sondern an einem einzigen Tag, dem 1. Dezember, zu veranstalten.

Das Thema „Weihnachtsmarkt“ habe in den vergangenen Jahren immer wieder eine „gewisse Brisanz“ gehabt, sagt Sehndes Ortsbürgermeister Helmut Süß (SPD). Und der Ortsrat habe sich mit einigen Entscheidungen „ein bisschen Unmut bei den Händlern“ eingehandelt. Jetzt habe er aber mit dem IGS-Chef Otfred Schreek gesprochen und die Möglichkeit einer Zusammenarbeit sondiert, sagt der Ortsbürgermeister. Er könne sich die Sache so vorstellen: Der Weihnachtsmarkt bleibt an der Kreuzkirche, und wenn dort am frühen Abend das Fest langsam endet, beginnt gegen 17 Uhr die Christmas-Party der Händler auf dem wenige hundert Meter entfernten Marktplatz. Beide Veranstaltungen könnten sich zeitlich überlappen, würden sich aber kaum Konkurrenz machen, sondern vielmehr ergänzen. Mit dieser Idee wolle man, die Wogen, die es bisher um die Organisation des Weihnachtsmarkts gab, etwas glätten, sagt Süß.

Was der Ortsbürgermeister mit dem Wort „Wogen“ meint, hat seinen Ursprung im Jahr 2008.Damals wurde der Weihnachtsmarkt auf Betreiben des Ortsrats von der Mittelstraße, Sehndes hauptsächlicher Einkaufsstraße, an die Kreuzkirche verlegt. Viele Sehnder begrüßten den Schritt und lobten das Ambiente am Gotteshaus. Die Verantwortlichen der IGS waren jedoch erbost, weil damit ein Magnet für die Läden in der Vorweihnachtszeit verloren gehe.

Im Jahr 2015 gab es dann einen neuen Anlauf der IGS, den Weihnachtsmarkt auf den Marktplatz zurück zu holen. Die Händler sammelten rund 200 Unterschriften für diese Idee, es folgte eine mehrere Monate andauernde Debatte mit dem Ortsrat, in der es unter anderem darum ging, den Schauplatz der Veranstaltung möglicherweise Jahr für Jahr zu wechseln. Das wollte aber der Ortsrat nicht. Er pochte darauf, die Hoheit über den Standort des Fests zu behalten. Man mache den Weihnachtsmarkt für die Bürger und nicht für die Geschäftsleute, betonte damals zum Beispiel CDU-Ortsratsherr Ralf Marotzke.

Schreek schrieb indessen damals im Namen der Kaufleute, die IGS wolle kein „Testverein unter Beaufsichtigung des Ortsrats werden“. Die Händlergemeinschaft stellte daraufhin ihre eigene Christmas-Party auf die Beine. Sie findet stets am dritten Adventswochenende statt, erstmals war das kurz vor Weihnachten 2015.

Ob Süß’ Vorschlag, doch wieder halbwegs gemeinsame Sache mit den Händlern zu machen, eine Mehrheit im Ortsrat findet, wird sich in der Sitzung am Dienstag, 31. Juli, ab 18 Uhr im Saal des Rathauses zeigen.

Zwei Energiesäulen an der Kreuzkirche

Dass der Weihnachtsmarkt in absehbarer Zeit nicht wieder an die Mittelstraße und auf den Marktplatz rücken dürfte, wird durch ein anderes Thema deutlich, das der Ortsrat in seiner Sitzung am Dienstagabend bespricht. Dabei geht es um die Errichtung von zwei sogenannten Energiesäulen an der Kreuzkirche. Diese sollen vor allem dazu dienen, die Marktstände bei dem adventlichen Fest problemloser mit Strom zu versorgen. Laut Ortsbürgermeister Helmut Süß würde es rund 16.000 Euro kosten die Energiesäulen zu installieren.

Der Ortsrat muss nun darüber sprechen, ob er diese Summe wirklich ausgeben will. 10.000 Euro seien bereits im vergangenen Jahr im Haushalt der Stadt eingestellt worden, sagt Süß. Die restlichen 6000 Euro müssten jedoch aus dem Topf des Ortsrats gezahlt werden.

Von Achim Gückel

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