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Region Lehrte Nachrichten Stadt steht vor großen Herausforderungen
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00:15 22.12.2017
Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk sieht große Herausforderungen für das Jahr 2018. Quelle: Patricia Oswald-Kipper
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Lehrte

 Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk sieht für die Stadt große Herausforderungen für 2018: Dazu zählen die Schulentwicklung, das Aldi-Logistikzentrum sowie die Entwicklung der neuen Baugebiete.

Die Stadt Lehrte wächst – 44 000 Einwohner zählt die Kommune aktuell. Sie ist damit die drittgrößte Stadt in der Region Hannover. „Nur Garbsen und Langenhagen sind größer“, berichtet Sidortschuk stolz. Lehrte habe in diesem Jahr damit Neustadt erstmals in dem Ranking abgelöst. Auch die Geburtenraten entwickeln sich in Lehrte wieder positiv, zudem steht die Stadt wirtschaftlich nicht schlecht da. „Wir haben ein ausgezeichnetes Jahr 2017 erlebt, und wenn wir nicht dramatische Einbrüche haben, werden wir einen großen Überschuss erzielen“, so das Fazit des Bürgermeisters. 

Dennoch steht die Stadt vor großen Herausforderungen. Eines der größten Projekte für die nahe Zukunft ist die Schulentwicklung. Die IGS soll in Lehrte zentriert werden, dafür wird Hämelerwald eine Oberschule bekommen. Das Gymnasium soll um mehrere Räume erweitert werden. Die Planung dafür hat der Rat erst vor wenigen Wochen auf den Weg gebracht. „Es war sehr wichtig, diese Debatte zu einem Ergebnis zu bringen“, sagt Sidortschuk. Jetzt gehe es an die Umsetzung der einzelnen Projekte. Millionenteure An- und Umbauten werden dafür in Lehrte-Mitte und am Standort Lehrte-Süd notwendig. Im nächsten Jahr sollen die Planungen vorliegen.

Die wachsende Stadt braucht auch neue Baugebiete. Hier hat der Rat bereits die Voraussetzungen für die Entwicklung von drei Gebieten in Lehrte geschaffen. In Planung sind Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser an der Manskestraße, in Arpke und in Ahlten. Die anfangs heftige Diskussion um das Kleingartengelände Feierabend an der Manskestraße habe letztlich ein gutes Ende gefunden, resumiert der Bürgermeister.

Die Stadt steht vor Herausforderungen: Das Verfahren zum Aldi-Logistikzentrum und das Baugebiet in der ehemaligen Feierabend-Kolonie stehen für 2018 auf dem Plan. Quelle: Archiv

Die Kleingärtner sollen ein neues Gelände am Hohnhorstsee erhalten und bekommen auch eine Entschädigung für ihre Lauben. Die Vereinbarung mit den Kleingärtnern finde Akzeptanz und sei inzwischen unterschriftsreif, erklärt Sidortschuk. 

Die Lehrter Wohnungsbau (LW), eine Tochter der Stadt Lehrte, hat mehrere Projekte auf dem Plan: So entstehen ein Wohn- und Geschäftshaus an der Parkstraße, sowie weitere Wohnhäuser am Knappenweg. Neue Baugebiete sind in den Folgejahren geplant: So sollen ab 2019 an der Tiefen Straße und an der Manskestraße rund 350 Wohneinheiten entstehen. „Wir haben eine sehr große Nachfrage nach Bauland“, sagt Sidortschuk. Die Stadt Lehrte profitiere aktuell vom großen Zuzugsdruck von Hannover ins Umland. Sidortschuk ist mit der Entwicklung zufrieden. „Es wird aber immer Leute geben, die sagen, dass da noch mehr gehen könnte“, räumt er ein.

Mit dem Wachstum der Stadt einhergehend will man in den Bereich Kita und Schule investieren. So ist der Bau von fünf neuen Kindertagesstätten geplant, das Nachmittagsangebot soll an einigen Grundschulen schon nächstes Jahr ausgebaut werden. 

Im Baugebiet Kirchlahe in Sievershausen könnte eine neue Kita entstehen. Quelle: Archiv

Ein weiteres großes Bauprojekt ist die Lehrter Feuerwache mit knapp 20 Millionen Euro. Die Arbeiten laufen. Der erste Bauabschnitt soll bereits im Sommer nächsten Jahres fertig sein. Sidortschuk ist optimistisch, dass der Zeitplan trotz kleinerer Verzögerungen eingehalten werden kann.

Die Bauarbeiten an der neuen Lehrter Feuerwache laufen. Quelle: Archiv

Noch nicht abgeschlossen ist die Debatte um die Ansiedlung eines Aldi-Logistikzentrums in Aligse. Die Aligser wehren sich mittels einer Bürgerinitiative gegen die Ansiedlung des Discounter-Riesen.

Die Stadt steht vor Herausforderungen: Das Verfahren zum Aldi-Logistikzentrum und das Baugebiet in der ehemaligen Feierabend-Kolonie stehen für 2018 auf dem Plan. Quelle: Archiv

Die Stadt will den Einwänden nachkommen und den Bebauungsplanentwurf ein zweites Mal vollständig auslegen. Die Bürger können dann erneut Stellung nehmen. „Es gab Stellungnahmen, die Anlass gegeben haben, den Entwurf zu verändern“, erklärt Sidortschuk die Verzögerung. Die Stadt wolle ein sauberes Verfahren. „Transparenz geht uns über alles“, so der Bürgermeister. Mit Kritik an der aktuellen Debatte hält er aber dennoch nicht zurück: „Es ist nicht gut, wenn Menschen dabei persönlich angegriffen werden – nur weil man unterschiedlicher Meinung ist.“

Von Patricia Oswald-Kipper

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