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Lehrte

Laubenbrand: Bitumen fließt auf Feuerwehrleute

Beim Löschen eines Feuers in der Gartenkolonie an der Ahltener Straße sind die Einsatzkräfte von flüssigem Bitum übergossen worden. Der Schaden an der Ausrüstung liegt bei rund 5000 Euro.

Lehrte.  Ungewöhnlicher Zwischenfall beim Einsatz der Lehrter Feuerwehr: Beim Löschen eines Feuers in der Laubenkolonie an der Ahltener Straße ist am Mittwoch die Ausrüstung einiger Feuerwehrleute durch ölhaltiges Bitumen so stark verschmutzt worden, dass sie nun ersetzt werden muss. Allein dieser Schaden beträgt rund 5000 Euro, die gleiche Summe beträgt der Schaden an der Laube.

Ein 40-jähriger Mann hatte gegen 14 Uhr das Feuer in der Laubenkolonie bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Als die Einsatzkräfte an der Kolonie ankamen, stand eine Laube bereits voll in Flammen.  Um das Feuer zu löschen, wurden zwei Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Ein Teil der Einsatzkräfte versuchte das Feuer von der Rückseite zu löschen, der andere Teil wurde im Inneren der Laube eingesetzt. Diese Feuerwehrleute sollten eine Gefährdung durch Gasflaschen prüfen. Außerdem war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, ob sich eventuell noch Personen in der Laube aufhalten.

Die Feuerwehrleute fanden die Laube glücklicherweise ohne Menschen vor, auch Gasflaschen wurden nicht entdeckt. Doch beim Einsatz im Inneren kam es zu einem Zwischenfall: Bei den Löscharbeiten musste die Decke zum 80 Zentimeter hohen Dachboden geöffnet werden, um besser an das Feuer heranzukommen. Dabei ergoss sich flüssiges Bitumen über die Feuerwehrleute, die darunter standen. Der Behälter war durch die Arbeiten umgekippt und ausgelaufen. 30 Liter der Bitumen-Abdichtung regneten auf die Feuerwehrleute herab. 

„Eine Gesundheitsgefährdung ging davon aber nicht aus“, betont Feuerwehrsprecher Stephan Keil. Allerdings sei an der Kleidung und Ausrüstung –etwa an den Atemschutzgeräten – ein erheblicher Schaden von rund 5000 Euro entstanden. „Die Reinigung ist unmöglich“, sagt Keil.

Nach diesem Unfall öffneten die Feuerwehrleute das Dach mit einer Säge, um den Dachboden genauer erkunden zu können. Dabei wurden drei weitere Gefäße mit Flüssigkeiten entfernt. Im Anschluss konnten letzte Glutnester gelöscht werden. Die Polizei geht nach Untersuchungen davon aus, dass ein Sturmschaden am Schornstein der Laube für das Feuer verantwortlich war. Durch diesen konnte Hitze aus dem Schlot im Bereich der Dachdämmung entweichen und hat diese letztlich entzündet. Die Ortsfeuerwehr Lehrte war bei diesem Brand mit 5 Fahrzeugen und 22 Rettungskräften im Einsatz.

Von Patricia Oswald-Kipper


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