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Region Lehrte Nachrichten Der Run auf die Baugebiete ist riesengroß
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09:41 15.03.2018
Auch das Baugebiet Kirchlahe Süd in Sievershausen ist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft gewesen. Quelle: Archiv
Lehrte/Ahlten/Arpke

 Im Dezember hat der Lehrter Rat die Baugebiete „Im See“ am Rand von Arpke und „Manskestraße Nord-West“ in der Kernstadt endgültig ausgewiesen, im Februar jenes an der Hannoverschen Straße in Ahlten. Schon jetzt wird deutlich, dass die dort vorgesehenen Grundstücke für Einfamilien,- Doppel- und Reihenhäuser kaum ausreichen dürften, um den riesigen Bedarf zu decken. Schon seit Jahren gibt es einen Run auf die Listen, in denen Bauwillige sich registrieren lassen können. Und während der Lehrte-Messe am Wochenende hat sich dieser Ansturm noch verschärft. Etliche weitere potenziellen Grundstückskäufer ließen sich am Messestand der Stadt registrieren.

„Das Interesse ist ungebrochen hoch“, drückt es Stadtsprecher Fabian Nolting etwas zurückhaltend aus. Er hat am Messestand selbst erlebt, wie Interessenten sich vor den ausgehängten Lageplänen der drei Baugebiete drängelten. Es habe viele Fragen nach dem Baustart, der Vergabe der Grundstücke und dem Preis pro Quadratmeter Bauland gegeben, sagt Nolting. Er spricht von „mehreren Dutzend neuen Bewerbern“. Einige der Besucher am Messestand hätten sich sogar gern gleich ein konkretes Grundstück auf den Plänen aussuchen wollen.

So einfach geht das allerdings nicht. In seiner Sitzung im Juni will der Rat der Stadt die Quadratmeterpreise für alle drei Baugebiete und ebenso die Kriterien für die Vergabe der Grundstücke beschließen. Letztere könnten sich zum Beispiel daran orientieren, ob die Bauwilligen aus Lehrte kommen, Kinder haben oder etwa ein Niedrigenergiehaus bauen wollen. All das ist aber noch Gegenstand einer politischen Debatte. Beim letzten Neubaugebeit in der Kernstadt, jenem am Stadtpark, hatten vor rund sieben Jahren hohe Umweltstandards bei den Neubauten erheblichen Einfluss auf die Vergabe der Grundstücke gehabt. Erst wenn Vergabekriterien und Quadratmeterpreis feststehen, werden die Interessenten angeschrieben, die dann wiederum ihr konkretes Interesse zurückmelden müssen.

Die Listen der Interessenten sind schon jetzt ellenlang. Für das Baugebiet am Nordrand von Arpke stehen rudn 90 Wohneinheiten 312 Bewerber gegenüber, die ein Grundstück kaufen wollen. Für das Gebiet an der Hannoverschen Straße sind 110 Wohneinheiten vorgesehen. Dort gibt es aktuell 461 Kaufinteressenten. Ebenso dramatisch ist die Lage für die Grundstücke an der Mankestraße: Auf knapp 200 geplante Wohneinheiten kommen dort zurzeit 655 Bewerber. Die Interessenten vom Messestand der Stadt sind bei diesen Zahlen noch nicht eingerechnet.

Hinzu kommt, dass in allen drei Baugebieten auch Mehrfamilienhäuser mit Eigentums- oder Mietwohnungen entstehen werden. Die Anzahl der Grundstücke für Einfamilien, Reihen- oder Doppelhäuser ist also deutlich geringer als die der Wohneinheiten.

Nolting meint, dass die historisch niedrigen Zinsen die Baukonjunktur anfeuern. Die Stadt sei jedenfalls „zuversichtlich, alle Grundstücke in kurzer Zeit vermarkten zu können“. Baustart könne auf den Flächen am Rand von Arpke und Ahlten noch in diesem Sommer sein. Auf der Feierabend-Fläche an der Manskestraße entstehen die ersten Neubauten frühestens in einem Jahr. Die Schrebergärtner können dort noch eine Saison bleiben und müssen ihre Parzellen erst Ende November geräumt haben.

Von Achim Gückel

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