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Region Lehrte Nachrichten Keine Mehrkosten für längere Sanierung
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15:20 10.10.2018
Trotz der längeren Bauzeit müssen Anwohner keine höheren Ausbaubeiträge befürchten. Quelle: Michael Schütz
Ahlten

Die derzeit laufende Grundsanierung der Backhausstraße bewegt weiterhin die Gemüter der Ahltener. Das wurde bei der letzten Ortsratssitzung deutlich. Zahlreiche Bürger, zumeist Anwohner der Straße selbst sowie der betroffenen Umleitungsstraßen, waren ins Feuerwehrhaus gekommen, um den Stand der Dinge zu hören. Das Gremium hatte dazu Markus Baumgarten, Leiter des städtischen Fachdienstes für Straßen und Verkehr, nach Ahlten gebeten. Ortsbürgermeisterin Heike Koehler (CDU) unterbrach die Sitzung des Ortsrats sogar zwischendurch, um den Bürgern Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen.

Die im August bekanntgewordene starke Verzögerung der Bauarbeiten war eines der Hauptthemen in der Sitzung. Die Stadtentwässerung teilte damals mit, dass es Probleme bei der Lieferung von Betonschächten gebe und dass Gas- und Wasserleitungen nicht an den in den Plänen eingezeichneten Stellen lägen. Deswegen werde die Baustelle nicht wie geplant 2019, sondern erst 2020 fertig. Im Dorf habe es daraufhin Befürchtungen gegeben, dass sich dadurch die Straßenausbaubeiträge für die Anwohner erhöhen könnten. Das sei allerdings nicht der Fall, sagte Baumgarten. Es bleibe bei den angekündigten 16,20 Euro pro Quadratmeter. Allerdings forderte die CDU, diesen Betrag zu verringern. Es sei nicht einzusehen, dass die Anwohner für Sondermüll wie zum Beispiel Bitumen zur Kasse gebeten würden. „Neuen Straßenbelag oder Fußwege muss man bezahlen“, findet CDU-Fraktionschef Michael Wolbers, „aber mit der Entsorgung von Altlasten haben die Anwohner nichts zu tun.“ Diese fünf Euro pro Quadratmeter müssten aus Steuermitteln finanziert werden.

Gesprächsbedarf zeigte der Ortsrat auch bei der später geplanten Grundsanierung des zweiten Bauabschnitts der Backhausstraße. „Dort im östlichen Teilabschnitt steht historischer und ortsprägender Baumbestand“, sagte Wolbers. „Gibt es hier Tabula Rasa wie im ersten Bauabschnitt?“, fragte er angesichts der Fällung von Bäumen bei der derzeitigen Baustelle. Baumgarten versprach, so viele Bäume wie möglich erhalten zu wollen. „Das beruhigt“, zeigte sich Wolbers erleichtert und war angetan von der Transparenz und Auskunftsfreudigkeit der Lehrter Verwaltung.

Deutliche Kritik übte das Gremium allerdings an der derzeitigen Situation in der Marsstraße und der Milchstraße. Beide Wohnstraßen sind von der Stadt als Umleitung für die gesperrte Backhausstraße für den Durchgangsverkehr freigegeben worden. Das sei von der Feuerwehr gefordert worden, meinte Baumgarten. Insbesondere die Marsstraße werde aber inzwischen zum Beispiel als kürzester Anfahrtsweg aus dem Dorf zur Kita Saturnring genutzt, sagte Wolbers. Um den Verkehr zu beruhigen, hätten die Anwohner inzwischen zeitweise sogar Wohnmobile und ähnliche große Fahrzeuge an den Straßenrand gestellt. „Aber das ist auch für die Feuerwehr oder Krankenwagen ein Problem“, sagte Wolbers. Die Anwohner wünschten sich Tempo 20 oder eine Beschränkung auf Einsatzfahrzeuge, berichtete er. „Hier zeigt sich die Stadt aber ungeschmeidig.“

Die Anwohner der Milchstraße (Foto) und der Marsstraße beklagen starken Umleitungsverkehr. Quelle: Michael Schütz

Ortsrat möchte Buslinie zum Friedhof

Die Region Hannover arbeitet zurzeit an ihrem Nahverkehrsplan 2020 und sammelt dafür die Wünsche der einzelnen Ortschaften. Auch in Ahlten hat der Ortsrat Vorschläge. Das Gremium wünscht sich die Wiederauflegung einer Busverbindung vom Friedhof zum Bahnhof. „Dann müssen vor allem ältere Menschen nicht diese knapp zwei Kilometer zu Fuß gehen“, meinte CDU-Fraktionschef Michael Wolbers.

Kritik gab es für die Stadt Lehrte für die Verlegung der Haltestelle Backhausstraße wegen der dortigen Baustelle. Die Ersatzhaltestelle an der Hannoverschen Straße sei ungenügend gestaltet, meinte Wolbers. „Es fehlen eine Beleuchtung, Fahrradständer und eine Überdachung.“ Beleuchtung und Fahrradständer sollen kommen, versprach Markus Baumgarten von der Verwaltung. tz

Baubeginn nicht mehr in diesem Jahr

Informationsbedarf hat der Ortsrat Ahlten mit Blick auf die beiden geplanten Neubaugebiete Hannoversche Straße und Grevenweg. Hier gehe es nicht voran, hieß es im Gremium, im Gegensatz etwa zum Baugebiet Im See in Arpke. „Das sorgt im Dorf für Diskussion“, sagte CDU-Fraktionschef Michael Wolbers. Der Grund liege zum einen in der Belastung der Bauunternehmen, erklärte Markus Baumgarten, Leiter des städtischen Fachdienstes für Straßen und Verkehr. Außerdem sei der Boden in Ahlten mergellastig, sodass die Erschließung länger dauere als in Arpke. Deswegen würden Bauwillige den Hausbau auch nicht mehr in diesem Herbst beginnen können.

Zur Zeitplanung im Baugebiet Grevenweg konnte Baumgarten keine genauen Angaben machen. Das Vorhaben sei, im Gegensatz zur Hannoverschen Straße, ein privates. Die Fragen des Ortsrats, wann die Erschließung beginne und welche Art der Bebauung erfolge, habe Baumgarten nicht beantwortet, kritisierte Wolbers. Ortsbürgermeisterin Heike Koehler drängte die Verwaltung darauf hinzuwirken, dass beide Baugebiete zeitgleich erschlossen würden. Es sei dem Ort nicht zuzumuten, über mehrere Jahre Baustellenverkehr im Ort zu haben.

Von Michael Schütz

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