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Region Lehrte Nachrichten In Lehrte fehlen mehr als 250 Kitaplätze
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00:19 31.08.2018
In Lehrte fehlen Krippen- und Kindergartenplätze. Quelle: Archiv
Lehrte

Diese Nachricht war für viele Politiker im Jugendhilfeausschuss am Montagabend ein Schock: Im aktuellen Kitajahr 2018/19 fehlen in Lehrte 157 Krippen- und 95 Kindergartenplätze. Das teilte Fachdienstleiter Markus Lechelt mit. Dabei gibt es für Krippenkinder vor allem in der Kernstadt nicht genug Plätze. Kinder von drei bis sechs Jahren haben wiederum wenig Chancen einen Betreuungsplatz in den Ortsteilen zu finden. Markus Lechelt verwies auch auf die neue Kita-Online-Anmeldung, die seit August möglich ist. Mehrfachanmeldungen, die möglicherweise noch in den aktuellen Zahlen enthalten sein könnten, seien damit nun ausgeschlossen. Das verhelfe der Stadt künftig zu einer besseren Planung.

Lechelt verwies darauf, dass es im Kitabereich in anderen Kommunen der Region Hannover nicht anders aussehe – auch dort fehlten etliche Betreuungsplätze. Im Gegensatz zu den anderen Kommunen seien aber in Lehrte noch keine Klagen anhängig. Bislang habe man auch den Familien, die dringend einen Platz für ihr Kind brauchten – etwa Alleinstehenden – diesen immer noch anbieten können. „Wie das allerdings im Januar 2019 aussieht, weiß ich nicht“, sagte Lechelt. Die Stadt sei aber mit den bereits geplanten fünf neuen Kitas auf einem guten Weg, um in knapp zwei Jahren ausreichend Plätze anbieten zu können, meint der Fachdienstleiter.

Die Politiker im Jugendhilfeausschuss waren trotzdem geschockt: „Brauchen wir jetzt etwa eine neue Kitabedarfsplanung“, fragte Ekkehard Bock-Wegener (SPD). Auch Ausschussvorsitzende Heike Koehler (CDU) machten die Aussagen betroffen. Sie fragte, wie die Stadt die Lücke zwischen 2018 und 2020 schließen wolle. „Wie werden die Kinder in dieser Zeit untergebracht? In Containern?“, fragte sie.

Fachdienstleiter Markus Lechelt sieht für das aktuelle Problem momentan keine Lösung. „Wir können da nicht viel machen“, sagte er. Es sei nämlich gar nicht so schwierig, Räume für neue Gruppen zu finden – es fehle vor allem an geeignetem Fachpersonal, an Erziehern. „Da gibt es einfach momentan keine freien Kräfte“, sagte er.

Lechelt verwies zudem auf die Kindertagesstättenbedarfsplanung. Die sei immer noch aktuell. Da habe man den Bedarf und die Entwicklung der Kinderzahlen in der Stadt Lehrte festgestellt. Die fehlenden Krippen- und Kitaplätze seien mit den fünf geplanten Kitas in Lehrte und den Ortsteilen „voll abgedeckt“, sagte Lechelt. Für drei dieser neuen Einrichtungen – in Ahlten, Arpke und Sievershausen – befinde man sich bereits in der Ausschreibung. Er sehe daher „keine Notwendigkeit für eine neue Bedarfsplanung“. Die ersten Plätze in den neuen Kitas könnten frühestens Mitte 2020 vergeben werden.

Alle Ausschussmitglieder waren sich einig, dass es „großen politischen Handlungsbedarf“ in der Sache gibt. Koehler war mit den Anworten aus der Verwaltung ganz und gar nicht zufrieden: „Ich erwarte, dass jetzt nach einer Lösung gesucht wird“, sagte sie. Da müsse man im Interesse der Eltern jetzt fachdienstübergreifend zusammenarbeiten. „Man kann doch die Familien nicht einfach im Stich lassen“, sagte sie. Sowohl Vertreter der SPD als auch CDU waren sich einig, das Thema nun zügig in ihren Fraktionen zu beraten.

Von Patricia Oswald-Kipper

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