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Nachrichten Gymnasium: Bürger protestieren gegen Neubau auf Schützenplatz
Region Lehrte Nachrichten Gymnasium: Bürger protestieren gegen Neubau auf Schützenplatz
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00:17 19.04.2019
Protest mit Plakaten: Mechthild Leckebusch (von links), Elke Marohn, Joachim und Ursula Langos sowie Erika Rischer sprechen sich gegen einen Neubau des Gymnasiums auf dem Lehrter Schützenplatz aus. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

In die Debatte um die Erweiterung und Erneuerung des Gymnasiums mischt sich jetzt eine Gruppe von umweltbewussten Bürgern ein. Sie spricht sich klar gegen einen möglichen Neubau der Schule auf dem Schützenplatz im Stadtpark aus. Ihre Forderungen haben die Bürger auf Plakate geschrieben. Darauf heißt es unter anderem „Finger weg vom Lehrter Stadtpark“ und „Stopp! Keine Rodung von Bäumen“.

„Wir möchten den Park als grüne Lunge der Stadt und Naherholungsgebiet erhalten“, betont Joachim Langos, der zu der Initiative gehört. Er sorgt sich unter anderem um den alten Baumbestand, dieser dürfe auf keinen Fall abgeholzt werden. „Auch schon wegen des Klimas nicht“, sagt Langos. „Ein Neubau würde eine weitere Versiegelung von Grünflächen in Lehrte bedeuten – es kann doch nicht sein, dass immer mehr asphaltiert und zubetoniert wird und es immer weniger Bäume gibt“, meint Erika Rischer.

Kein durchgängiger Grünzug mehr

Langos hält einen Schulneubau auf dem Schützenplatz ohnehin für kontraproduktiv. Schließlich habe die Stadt in der Vergangenheit intensiv daran gearbeitet, den Park als einen durchgängigen Grünzug im Herzen der Stadt zusammenwachsen zu lassen –von der Germaniastraße bis zum Hohnhorstsee. „Ein Neubau auf dem Schützenplatz würde die beiden Parkelemente wieder auseinander reißen“, meint Langos.

Auch Mechthild Leckebusch fürchtet, dass den Lehrtern mit einem Schulneubau im Stadtpark Möglichkeiten zum Spazierengehen, Joggen oder Walken genommen werden. Sie selbst fährt im Park regelmäßig ihren Enkel im Kinderwagen spazieren. Falls auf dem Schützenplatz ein komplett neuer Standort für das Gymnasium mit seinen bald mehr als 1400 Schülern entstehe, sei es mit der derzeitigen Ruhe im Park schnell vorbei, befürchtet Leckebusch.

Weniger Parkmöglichkeiten

Plakat mit klarer Forderung Quelle: Katja Eggers

Erika Rischer gibt darüber hinaus zu bedenken, dass der Schützenplatz bei einem Umzug des Gymnasiums auch nicht mehr als Parkfläche zur Verfügung stünde. Sie stellt ihr Auto dort unter anderem ab, wenn es im Sommer am Freibad keine Parkplätze mehr gibt. „Wo soll man denn sonst parken?“, fragt Rischer. Elke Marohn erinnert daran, dass auf dem Schützenplatz nicht nur Lehrtes Schützenfeste sondern auch Messen und Zirkusveranstaltungen über die Bühne gehen. „Wo soll das dann alles stattfinden?“, fragt die Lehrterin.

Das hatten auch bereits die Schützen angemerkt. Claus Reimann, Vorsitzender der Bürgerschützengesellschaft, hatte unlängst in einer politischen Sitzung angemahnt, auch die Lehrter Schützenvereine mit ihre 1000 Mitgliedern bei den Überlegungen für das Gymnasium nicht außer Acht zu lassen. Wenn der Schützenplatz künftig nicht mehr zur Verfügung stehe, müsse die Stadt in Lehrte für Veranstaltungen auf jeden Fall einen anderen zentrumsnahen Platz anbieten, hatte Reimann betont.

Auch Anbau und Sanierung sind denkbar

Ein Neubau der Sekundarstufen I und II auf dem Schützenplatz ist in der Diskussion um die Erweiterung des Gymnasiums die sogenannte Variante F. Im Rennen ist zudem die Variante D. Diese sieht einen Anbau an die bestehende Sekundarstufe I und die Sanierung des Altbaus an der Friedrichstraße vor. Die Variante E – einen Neubau der Sekundarstufe I auf dem ehemaligen Gelände der Stadtwerke an der Manskestraße hatte der Rat in seiner jüngsten Sitzung ausgeschlossen. Das Gymnasium selbst favorisiert für seine Erweiterung den Komplettneubau auf dem Schützenplatz.

Von Katja Eggers

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