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Region Lehrte Nachrichten Das Forellenquintett ist eine muntere Sache
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17:15 27.08.2018
Bietet ein ganz besonderes Hörerlebnis: Das Ensemble Tedesco im Saal der Sozialtherapie des Adolphshofs. Quelle: Susanne Hanke
Hämelerwald

Der tiefe Klangkörper des Kontrabasses erdet die hellen Klänge der Violine. Dieses Klangerlebnis zieht die vielen Zuhörer sofort in seinen Bann. Es ist ausgesprochen spannend, was das Ensemble Tedesco am Sonntagabend bei seinem mittlerweile 21. Gastspiel im Saal der Sozialtherapie auf dem Adolphshof bietet.

Zwei Kompositionen bestimmen den Abend. Eine stammt von dem eher unbekannten Komponisten Johann Georg Albrechtsberger, der gleichwohl ein Meister der Wiener Klassik war, wie es Ensemblemitglied Sabine Lauer ausdrückt. Er habe als Organist am Stephansdom in Wien gewirkt und sei auch Kompositionslehrer von Ludwig van Beethoven gewesen, erläutert sie. Sehr bekannt dagegen ist das „Forellenquintett“ von Franz Schubert. Dass es ein Auftragswerk eines Cellisten war, der sich für die Besetzung einen Kontrabass vorstellte, erfährt das Publikum an diesem Abend ebenso wie die Geschichte des Dichters der das „Lied der Forelle“ schrieb. Er sei im Gefängnis gewesen, da er oft die Aristokraten geärgert habe, erzählt Lauer. Die Komposition von Schubert ist jedoch von einer sehr heiteren, hellen Note durchzogen und lässt die Forelle ziemlich munter wirken.

Die Auswahl passt, das Publikum spendet viel Applaus und fordert vehement eine Zugabe. Allerdings müssen die Musiker dann doch zugeben, dass es für diese besondere Instrumentierung keine weiteren Stücke im Repertoire hat. Deshalb erklingt am Ende des Konzertabends noch einmal der sehr bekannte Schlusssatz aus den fünf Variationen. „So haben sie auf dem Nachhauseweg die Forelle im Ohr“, verspricht Lauer. Recht hat sie.

Von Susanne Hanke

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