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Region Lehrte Nachrichten Drei Freundinnen gehen nach Kamerun
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00:19 08.10.2018
Auf dem Weg nach Kamerun: Josephine Zacharias (von links), Anika Leu und Malin Bornemann. Quelle: Achim Gückel
Lehrte/Arpke

Erst das Abi, dann das Studium, aber zwischendurch noch ein wenig arbeiten und die Welt sehen: So sieht heute der Plan von vielen jungen Leuten aus. Die beiden Arpkerinnen Josephine Zacharias und Malin Bornemann sowie ihre Freundin Anika Leu aus Lehrte haben sich etwas ganz Außergewöhnliches vorgenommen. Die drei 19-Jährigen, die bis vor einem halben Jahr noch die Schulbank drückten, wollen ab Ende November beim Aufbau einer Schule in einem Dorf in Kamerun mithelfen. Das selbstbewusste Trio geht seinen Hilfseinsatz mit großer Akribie und Leidenschaft an. „Denn wir wissen genau: Das ganze Dorf erwartet uns“, sagt Malin.

Ein Blick in die Schule in Mambine, in der die Lehrterinnen helfen wollen. Quelle: privat
Schüler in Mambine. Quelle: privat
"Das ganze Dorf erwartet uns", sagen die drei jungen Lehrterinnen. Quelle: privat

Mambine heißt der kleine Ort kaum 100 Kilometer westlich von Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun, entfernt. Dort gibt es zwar schon eine kleine Dorfschule, doch außer an einem Gebäude fehlt es dort so ziemlich an allem. „Es gibt kein Material, kein Konzept, kein Spielzeug. Wir wollen helfen, dass sich das ändert“, meint Josephine. Dafür wollen die drei jungen Frauen aus Arpke und Lehrte jetzt Geld sammeln – und sie setzen dabei auf die großzügige Unterstützung der Lehrter.

Dass sich Josephine, Anika und Malin nach dem Abitur zunächst etwas Zeit bis zum Start des Studiums oder des Berufslebens gönnen würden, war für die drei Freundinnen schon lange klar. „Wir wollten nach Afrika und etwas Soziales machen“, sagt Anika. Die jungen Frauen erkundigten sich auf eigene Faust und trafen dabei auf Lucien Minka. Er stammt aus Kamerun, lebt jetzt aber mit seiner Familie in Oldenburg und hat in Mambine seine Kindheit verbracht. Minka arbeitet schon seit Längeren daran, die Dorfschule aufzubauen. Das perfekte Entwicklungshilfeprojekt, um selbst aktiv zu werden, meinen die drei Freundinnen.

Die Tickets sind schon gebucht

Seit Monaten schon jobben die drei 19-Jährigen, sparen ihr Geld und bereiten ihren dreimonatigen Aufenthalt in Kamerun vor. Die Tickets für den Hinflug am 28. November sind bereits gebucht. Mitte Februar wollen die jungen Frauen wieder nach Deutschland zurückkehren. Ihre persönlichen Kosten wollen sie vollständig allein tragen. Das Geld, das durch Spenden zusammenkommt, werden sie voll und ganz in den Aufbau der Schule stecken, sagen sie.

So ganz ohne Hindernisse ist die Vorbereitung für den Trip nach Kamerun nicht gelaufen. Anfangs seien ihre Eltern strikt gegen diese Sache gewesen, sagen die 19-Jährigen. „Jetzt haben wir sie aber relativ gut überzeugt“, meint Malin. Dabei geholfen habe wiederum genaue und sehr ernsthafte Vorbereitung. In Mambine wird das Trio aus Lehrte bei einem Onkel von Lucien Minka wohnen. Und die Konversation auf Französisch, Amtssprache in Kamerun, wollen sie auch noch ordentlich pauken.

„Das wird natürlich auch ein Abenteuer

Trotzdem sei die Reise in das afrikanische Land und in eine unbekannte Kultur natürlich auch ein „Abenteuer“, wie Josephine zugibt: „Aber wir freuen uns drauf.“ Da störe es auch nicht, dass unter anderem Feldarbeit, der Umgang mit Vieh und Wäschewaschen auf sie und ihre Mitstreiterinnen zukomme.

Wer Josephine Zacharias, Anika Leu und Malin Bornemann helfen und für den Aufbau der Schule in Mambine Geld senden möchte, sollte sich mit ihnen unter der Mailadresse spenden.kamerun@gmx.de in Verbindung setzen.

Von Achim Gückel

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