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Region Lehrte Nachrichten Ausschuss gibt grünes Licht für Oberschule
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15:37 01.12.2017
Die Schule am Ried soll jetzt Oberschule werden. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

 Der Schulausschuss hat sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend für die Einrichtung einer Oberschule am Standort Hämelerwald ausgesprochen. Große Debatten blieben aber aus. Die Politiker waren sich einig, dass es dafür keine Alternative gibt. Sie sprachen sich bis auf eine Enthaltung dafür aus, die Schule im Schuljahr 2018/2019 im teilgebundenen Ganztagsbetrieb in Hämelerwald an den Start zu schicken.

Die bisherigen Fakten untermauerte Fachdienstleiter Eckhard Otto mit einer aktuellen Statistik zur Elternbefragung. Demnach liegen der Stadt mittlerweile 44,4 Prozent der versandten Fragebögen vor. Die Zahl der Eltern, die ihre Kinder in den nächsten fünf Jahren auf die Oberschule in Hämelerwald schicken würden, liegt damit nun bei durchschnittlich 57. Diese Zahlen hat Eckhard Otto für weitere 5 Jahre hochgerechnet. Dabei ergibt sich ab dem Jahr 2023 ein Schnitt von knapp 60 Kindern pro Jahrgang. Für die Einrichtung einer Schule sind diese Zahlen ausreichend. Formale Bedingung für eine Oberschule ist eine Zweizügigkeit mit 48 Schülern.

Die Grünen zeigten sich damit sehr zufrieden. „Wir sind froh, dass es so kommt, auch wenn es für uns Grüne nur die zweitbeste Lösung ist“, sagte Ratsherr Carsten Milde. Die Grünen hatten sich zusammen mit der SPD ursprünglich für eine Konzentration der Schulen in der Lehrter Kernstadt ausgesprochen, dafür aber keine Mehrheit im Rat erhalten. Milde regte aber an, zeitgleich einen teilgebundenen Ganztagsbetrieb zu beantragen. Damit komme man den Wünschen der Eltern entgegen und garantiere Qualität am Nachmittag. 

Auch die Christdemokraten stimmten im Ausschuss für die Oberschule. „Wir haben uns damit schwer getan“, gestand Reneé Friedrich (CDU). Er habe Bedenken, dass mit der Eröffnung der Oberschule die Schullandschaft in Lehrte insgesamt geschwächt werde. Die CDU sehe daher Hämelerwald weiter als den optimalen Standort für die bisher dort ansässige Integrierte Gesamtschule (IGS). CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens bezweifelte die Zuverlässigkeit der Elternbefragung. Es sei daraus nicht ersichtlich, ob letztlich wirklich genügend Eltern ihre Kinder an der Schule anmeldeten. 

Christoph Lokotsch (Linke) räumte auch ein, dass da „nicht viel Puffer“ ist. Dies ist allerdings kein Problem. In der Startphase die Oberschule darf die Schule einige Jahre unter den angegebenen 48 Schülern bleiben. Fachdienstleiter Otto gab dazu bekannt, dass die Stadt den Antrag für die Einrichtung der Oberschule zum Schuljahr 2018/2019 bereits gestellt habe, um innerhalb der Fristen zu bleiben.

„Ich habe immer daran geglaubt und bin sehr glücklich mit den Ergebnissen“, sagte der Ausschussvorsitzende Thomas Dieckmann (SPD), der auch im Hämelerwalder Ortsrat sitzt. Mit dem eindeutigen Votum des Ausschusses könne man nun den Eltern signalisieren, „dass es im nächsten Sommer losgeht“. 

Von Patricia Oswald-Kipper

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