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Die Sehnder Bürgerinitiative Assewasser - Nein Danke hält im Zuckerzentrum Lehrte eine Mahnwache.

Die Sehnder Bürgerinitiative Assewasser - Nein Danke hält im Zuckerzentrum Lehrte eine Mahnwache.
© Privat

Lehrte

Assewasser: Bürgerinitiative hält in Lehrte Wache

Am Wochenende hat die Bürgerinitiative (BI) Assewasser –Nein Danke erstmals in Lehrte Unterschriften gesammelt. Im Umweltausschuss wurde Transparenz bei den Messwerten gefordert.

Lehrte.  Die Sehnder Bürgerinitiative Assewasser –Nein Danke hat erstmals in Lehrte eine Mahnwache abgehalten. Dabei haben die Mitglieder Unterschriften gegen die Einleitung von Wasser aus dem Atomendlager Asse ins stillgelegte Kalibergwerk Friedrichshall in Sehnde gesammelt. Hintergrund dafür ist, dass das Bergwerk unterirdisch mit dem Lehrter Stadtgebiet verbunden ist. „In Lehrte sind mehr als 200 Unterschriften zusammengekommen“, freut sich BI-Sprecher Bernd Nieding. Es sei auch gespendet worden und deutlich geworden, dass sich die Lehrter „zunehmend Sorgen machen“. Zeitgleich hielten die Mitglieder auch an der ZärtisArena in Sehnde eine Wache ab.

Im Umweltausschuss hat Beisitzer Daniel Pyttlik (Piratenpartei) die Mahnwache am Montagabend als Anlass genommen, bei dem Thema volle Transparenz zu fordern. Dabei geht es vor allem um die Messwerte und Stichproben, die vor einem Transport vom Endlager bei Wolfenbüttel nach Sehnde genommen werden. „Diese Werte müssen unabhängig erhoben und alle Daten veröffentlicht werden.“ Darüber hinaus regte Pyttlik einen Erfahrungsaustausch mit der Bürgerinitiative Mariaglück in Höfer an, wo bis vergangenes Jahr Assewasser in das ebenfalls stillgelegte Bergwerk Mariaglück bei Celle eingeleitet worden war. 

Volker Kemmling, Leiter des städtischen Fachdienstes Grünplanung und Umwelt, versicherte im Ausschuss allerdings, dass die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bereits „größtmögliche Transparenz“ versprochen habe: „Alle Werte werden veröffentlicht.“ Um Misstrauen vorzubeugen, regte Stadtbaurat Christian Bollwein zudem an, sich die Verplombung der Tankwagen mit Assewasser einmal vor Ort anzusehen. „Dann haben Sie vielleicht eine andere Sichtweise.“ Der Ausschussvorsitzende Ronald Schütz (Grüne) erinnerte daran, dass die Asse GmbH der Stadt Sehnde angeboten habe, einen Vorschlag zu unterbreiten, welches Institut die Messwerte erheben soll. „Die Bundesgesellschaft würde das dann bezahlen.“

Von Oliver Kühn


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