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"Warum sollen die Wohnblöcke alle an unsere Straße kommen?": August Borgholte (links) und Detlef Behring kritisieren die Pläne der Stadt für das Baugebiet auf dem Gelände der Feierabend-Kleingärten.

"Warum sollen die Wohnblöcke alle an unsere Straße kommen?": August Borgholte (links) und Detlef Behring kritisieren die Pläne der Stadt für das Baugebiet auf dem Gelände der Feierabend-Kleingärten.
© Achim Gückel

Lehrte

Anwohner kritisieren Pläne für Neubaugebiet

An der Straße Auf den Blockäckern gibt es weiterhin Kritik an der Planung für das benachbarte Neubaugebiet. Anwohner beklagen sich über die an der Ostseite der Straße vorgesehenen Mehrfamilienhäuser.

Lehrte.  Die Diskussionen um das geplante Neubaugebiet auf dem Gelände des Kleingartenvereins Feierabend an der Manskestraße reißen nicht ab. Anwohner der Straße Auf den Blockäckern, welche das Gelände im Westen begrenzt, haben jetzt erneut ihren Unmut über die von der Stadt vorgelegten Pläne geäußert. Sie fühlen sich von den Mehrfamilienhäusern, die entlang ihrer Wohnstraße neu entstehen sollen, regelrecht eingezwängt und fordern Veränderungen an den Plänen.

August Borgholte und seine Frau wohnen schon seit 1969 in der ruhigen Wohnstraße Auf den Blockäckern. Wenn sie von ihrem Grundstück über die Straße blicken, schauen sie zurzeit noch auf die Kleingärten des Vereins Feierabend. Doch damit soll schon bald Schluss sein. Schlimmer noch: Die bislang von der Stadt vorgelegten Zeichnungen sehen im Westen des Baugebeits vor allem Mehrfamilienhäsuer mit Höhen bis zu 14 Metern vor, also entlang der Straße Auf den Blockäckern. Zwei Zugeständnisse hat die Stadt zwar bereits gemacht, indem sie eine durchgehende Bebauung an der Straßenfront ausschließt und maximal 50 Meter lange Gebäude zulassen sowie die Häuserfront etwas von der Straße zurücknehmen will. Doch das reicht den Anwohnern nicht.

„Wir möchten, dass die Mehrfamilienhäuser über das gesamte Gelände verteilt werden und nicht wie eine Wand an den Blockäckern entstehen“, sagt Borgholte. Am liebsten wäre es ihm und seinen Nachbarn natürlich, wenn die Kleingartenanlage bestehen bliebe, die in ihren Augen eine „grüne Lunge“ für den gesamten Norden der Kernstadt ist. Aber das Baugebiet sei wohl jetzt nicht mehr zu stoppen, sagt er etwas resignierend. Jetzt gelte es aber, wenigstens die Gestaltung auf die seit Jahrzehnten bestehende Nachbarschaft abzustimmen.

„Die Stadt plant offene Flächen nach Süden und Osten, warum nicht auch zu unserer Straße im Westen“, fragt Borgholte. Und wenn an den Blockäckern eine Bauweise mit drei Vollgeschossen erlaubt sei, werde so gebaut, „dass es einem wie vier Geschosse vorkommt“, fügt Anwohner Detlef Behring hinzu.

Mehr noch: Die Anwohner sorgen sich auch, dass schon während der Erschließungs- und Bauphase massenweise Lastverkehr über die Straße An den Blockäckern rollt und die Straße stark beschädigt. Anschließend werde dann sicher über die Sanierung nachgedacht und die Anwohner würden mit den Ausbaubeiträgen zur Kasse gebeten. Und über künftige Parkregelungen an der Straße sei noch nichts zu hören gewesen, meinen die Anwohner. Sie befürchten ein Parkchaos vor ihren Türen und sorgen sich auch, dass die Kreuzung aus den Blockäckern und der Schützenstraße wegen des steigenden Verkehrsaufkommens zu einem Problempunkt werden könnte.  „Wir werden uns auf jeden Fall die weiteren Planungen genau ansehen und unseren Protest geltend machen“, meint Borgholte.

Von Achim Gückel


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