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SPD fordert ein Lärmgutachten im Zusammenhang mit dem Aldi-Logistikzentrum.

SPD fordert ein Lärmgutachten im Zusammenhang mit dem Aldi-Logistikzentrum.
 © Symbolbild

Lehrte

Aldi-Logistikzentrum: SPD will ein Lärmgutachten

In der kontroversen Debatte über die Ansiedlung eines Aldi-Logistikzentrums bei Aligse macht die SPD-Ortsabteilung einen neuen Vorstoß: Sie fordert eine Lärmgutachten für den südlichen Ortsrand.

Aligse. In der kontroversen Debatte über die Ansiedlung eines Aldi-Logistikzentrums bei Aligse gibt es jetzt einen neuen Vorstoß aus der Politik. Die SPD-Ortsabteilung Aligse-Kolshorn-Röddensen fordert ein Lärmgutachten für den südlichen Ortsrand. Es soll insbesondere die Belastung durch den Verkehr auf der Autobahn 2 darstellen. Darüber hinaus wünschen sich die Sozialdemokraten, dass die ihrer Ansicht nach „emotional aufgeheizte Debatte“ um das riesige Logistikzentrum ruhiger weitergeführt wird als bisher.

Der 3-Dörfer-SPD sei sehr daran gelegen, die Angelegenheit „weiter zu versachlichen“, schreibt der Vorsitzende der Ortsabteilung, Jörg Zacharias, in einer Presseinformation. Die Sozialdemokraten wollen sich daher einer der größten Sorgen der Gegner des Logistikzentrums annehmen. Diese haben unter anderem Befürchtungen, dass von dessen Betrieb an 24 Stunden am Tag enormer Lärm ausgehen und insbesondere die Bewohner des Gebiets an der Kreuzeiche zusätzlich belasten könnte.

„Wir wollen wissen, wie hoch die aktuelle Lärmbelastung durch die Autobahn 2 am Ortsrand ist und wie sie sich durch die mögliche Aldi-Ansiedlung ändern würde“, sagt Zacharias. Dazu fordere man nun ein Sonderlärmgutachten, dass die derzeitige Belastung am Ortsrand aufzeigt. Entsprechende Überlegungen in den politischen Gremien habe man bereits auf den Weg gebracht.

Die SPD-Ortsabteilung betont, dass Aligse schon jetzt unter dem Verkehrslärm von der Autobahn 2 leide –unter anderem wegen der fehlenden Lärmschutzwand. „Der ununterbrochene Verkehrsstrom von circa 90.000 Fahrzeugen pro Tag, davon 18.000 Lastwagen, belastet den ganzen Ort“, betont Zacharias. Er erinnert auch daran, dass das Logistikzentrum gemäß Entwurf des Bebauungsplans zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens Lärm mit maximal 54,4 Dezibel in Richtung Wohnbebauung abstrahlen darf. Es sei indes auch zu prüfen, ob der Baukörper des geplanten Aldi-Gebäudes möglichweise eine abschirmende Wirkung für den Autobahnlärm habe.

Die Ortsabteilung der SPD will sich aber nicht allein mit einem Gutachten zufrieden geben. Sie fordert auch ein sogenanntes Online-Monitoring mit einer Lärmpegel-Messstation. Diese müsse rund um die Uhr in Betrieb sein und ihre Daten online für jedermann ablesbar zur Verfügung stellen. Die Messstation müsse mit Blick auf den Lärm von der Autobahn auch unabhängig von der Ansiedlung des Logistikzentrums aufgestellt werden, meinen die Sozialdemokraten. „Die Unterstützung durch Ratspolitiker sollte hierbei kein Problem sein“, meint Zacharias.

Von Achim Gückel


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