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Kein Durchkommen: Für den Einsatzwagen der Feuerwehr ist die beidseitig zugeparkte Pommernstraße zu eng - auch wenn die Autos dort leicht versetzt stehen.

Kein Durchkommen: Für den Einsatzwagen der Feuerwehr ist die beidseitig zugeparkte Pommernstraße zu eng - auch wenn die Autos dort leicht versetzt stehen.© Katja Eggers

Lehrte

Zugeparkte Straßen sind für Feuerwehr zu eng

Ahltens Ortsbrandmeisterin Regina Lehnert schlägt Alarm: Wenn im Ort die Straßen beidseitig zugeparkt sind, kommt die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen bei Einsätzen oft nicht durch. Schlimm ist es vor allem am Schlahdekamp. Lehnert wünscht sich ein einseitiges Halteverbot.

Ahlten. In Ahlten sind etliche Straßen regelmäßig mit parkenden Autos zugestellt. Die Feuerwehr kommt bei Einsätzen dann nicht daran vorbei und muss zurücksetzen, wenden und einen anderen Weg nehmen. "Im Einsatzfall zählt jede Sekunde, und da verlieren wir kostbare Zeit", betont Lehnert.

Betroffen ist vor allem der Schlahdekamp. "Der ist bei Einsätzen unsere Hauptzufahrtsstraße, da müssen wir im Prinzip immer durch", sagt Lehnert. Im Oktober wurde es dort für die Rettungskräfte gleich zweimal zu eng, weil die Autos jeweils auf beiden Seiten parkten. "Verboten ist das nicht, aber man muss natürlich trotzdem eine Durchfahrtsbreite von drei Metern einhalten", betont Lehnert.

Zu eng ist es unter anderem auch schon in der Pommernstraße und in der Brandenburger Straße gewesen. Die zugeparkten Straßen sind vor allem für die großen Einsatzwagen und den Drehleiterwagen ein Problem.

Mitunter sind die Straßen auch so eng, dass die Rettungskräfte  dort nicht einmal mit ihren privaten Autos fahren können. "Wenn die Kollegen hintereinander zum Feuerwehrhaus anfahren, staut es sich mitunter, wenn der erste in der Schlange zurücksetzen muss und die anderen dann auch", erklärt Lehnert. Bei solchen Wendemanövern würden gut und gern vier bis fünf Minuten vergehen.

Zu brenzligen Situationen ist es zudem im Bereich der Kita Maschwiesen gekommen. Eltern halten dort an einem Parkstreifen häufig in zweiter Reihe, wenn sie ihre Kinder zur Kita bringen. Viele Autos würden dann im Kreuzungsbereich der Straßen Maschwiesen und Erlengrund stehen. Lehnert appelliert vor allem an die Eltern, künftig nicht mehr gegenüber von Kreuzungen zu parken. "Das ist verboten - unsere großen Fahrzeuge haben einen Kurvenradius von zwölf Metern, die kommen dann da nicht rum", sagt Lehnert. Ihr Wunsch: ein dauerhaftes einseitiges Halteverbot für alle betroffenen Straßen. Die Stadt prüft dies derzeit.

Auch Landwirte kommen oft nicht durch

Das Problem mit den zugeparkten Straßen gibt es in Ahlten schon länger. Auch Landwirte haben in Straßen wie Schlahdekamp, Wiesenweg, Sonnenweg und Roseneck während der Erntezeit oft Schwierigkeiten, mit ihren schweren landwirtschaftlichen Maschinen zu ihren Feldern am westlichen Ortsrand zu gelangen.

Die Stadt hat dort in der Vergangenheit auch schon für sechs Wochen Parkverbotsschilder aufgestellt. Automatisch passiere dies aber nicht. "Das machen wir nur, wenn die Landwirte das beantragen", erklärt Stadtsprecher Fabian Nolting. In diesem Jahr haben Ahltens Landwirte allerdings keine Schilder angefordert. "Da gab es wohl keinen Bedarf", vermutet Nolting.

Von Katja Eggers


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