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Nachrichten Anwohner kritisieren Bauland-Erweiterung
Region Langenhagen Nachrichten Anwohner kritisieren Bauland-Erweiterung
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11:50 10.10.2018
Stiller Protest: Gegner der Weiherfeld-Erweiterung machen ihrem Ärger Luft. Quelle: Sven Warnecke
Kaltenweide

Langenhagens Wirtschaftsförderer Jens Monsen versteht nach eigenen Angaben die jüngst wieder aufflammende Aufregung um die geplante Erweiterung des Weiherfeldes-Ost nicht. Er verweist auf die Drucksache 2016/379-4. „Dort steht doch alles schwarz auf weiß“, betont er jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung. „Fakt ist, die Stadt und die Entwicklungsgesellschaft Langenhagen beabsichtigen grundsätzlich die Erweiterung des Weiherfelds.“ Mehrheitlich habe der die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes beschlossen. „Wir brauchen jetzt diese Vorratsflächen“, sagt Monsen, der zugleich Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft (EL) ist. „Aber gebaut wird frühestens in zehn Jahren.“ Dieser Weg sei mit der Politik mehrheitlich abgestimmt. Und noch viel wichtiger: „Flächen werden nur ,anlassbezogen’ aus dem Landschaftsschutzgebiet entlassen“, sagt der Wirtschaftsförderer angesichts der von der Stadtverwaltung angestrebten Löschung des Areals östlich der Altenhorster Straße.

Das bestätigt auch die Region Hannover. „Derzeit werden die eingegangenen Anregungen und Bedenken gesammelt und zum Teil – bei städtebaulichen Themen – an die Stadt Langenhagen zur Stellungnahme geschickt“, berichtet Regionssprecherin Sonja Wendt. Erst wenn alle Anregungen und Bedenken aus dem Beteiligungsverfahren und die Stellungnahmen der Stadt dazu vorlägen, beziehe die Region Stellung – in diesem Fall die Untere Naturschutzbehörde. Über die daraus folgende Beschlussdrucksache berate zunächst der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Region, im Anschluss der Regionsausschuss sowie abschließend die Regionsversammlung.

„Belange von Natur und Landschaft werden berücksichtigt“

„Eine Kartierung von Tier- und Pflanzenarten ist zu dem jetzigen Zeitpunkt noch nicht gelaufen, weil dies grundsätzlich dem späteren Bauleitplanverfahren vorbehalten bliebt“, erläutert die Regionssprecherin weiter. So sei gewährleistet, dass die Ergebnisse der Bestandsaufnahmen und die bauliche Planung zeitlich eng beieinander lägen. Eine intensive Berücksichtigung der Belange von Natur und Landschaft jedoch habe aber bereits stattgefunden. „Die Stadt Langenhagen hat auch bereits auf die Einwendungen der Unteren Naturschutzbehörde reagiert und ihren städtebaulichen Entwurf für eine Erweiterung des Weiherfeldes entsprechend geändert.“

Die neuerliche Kritik an den Langenhagener Plänen sind für Monsen „nur schwer verständlich“. Unter anderem wurde in sozialen Medien massiv auf die laufende öffentliche Beteiligungsmöglichkeit hingewiesen. Der Kauf der gut 80.000 Quadratmeter großen Fläche dient laut Monsen ausschließlich zunächst der Sicherung. „Denn der Kaufpreis pro Quadratmeter muss wirtschaftlich vertretbar sein“, betont er angesichts der Kostensteigerung. Und den Hinweis auf die Gefahr möglicher Verkehrsprobleme, die vom neuen Baugebiet über den Hainhäuser Weg und die Altenhorster Straße drohten, sieht der Wirtschaftsförderer nicht. Das hätten vorherige Erhebungen bereits ergeben, sagt Monsen.

Von Sven Warnecke

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