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Nachrichten Wasserwelt entwickelt Routine
Region Langenhagen Nachrichten Wasserwelt entwickelt Routine
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00:15 07.12.2017
Die ersten Wochen waren für die Wasserwelt durchaus turbulent. Die Besucherzahlen liegen weiterhin deutlich über den Erwartungen. Im Inneren werden Restarbeiten noch nachgebessert.  Quelle: Warnecke (Archiv)
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Langenhagen

 “Haken!“ Wer Heike Basse in diesen Tagen nach der einen Kleinigkeit fragt, die die Betriebsleiterin der neuen Wasserwelt am meisten plagt, bekommt eine knappe, energische Antwort. „Haken! Wir müssen Haken nachrüsten.“ Basse lacht – und bekommt von ihrem Betriebsleiter-Pendant auf städtischer Seite, Stadtbaurat Carsten Hettwer, Unterstützung: „Wir haben in den ersten Wochen nun im Alltag erst sehen können, wie die Wege der Besucher verlaufen – und wo sie im Zweifel ihre Sachen hinlegen.“ 

Nachgebessert werden auch einige Glastüren, die sich vor allem für Sehbehinderte als zu wenig sichtbar herausgestellt haben. „Wir haben als erstes jetzt unser Logo groß auf Papier ausgedruckt und an die Türen gehängt“, berichtet Basse. Dies aber nur als Übergang, bis die professionelle Gestaltung fertig ist. 

Neuer Auftritt im Internet

Neu gestaltet geht auch die Homepage des Bades in den nächsten Tagen ans Netz, kündigt Basse an. Darauf wird es anstelle der früheren Computer-Animationen des Bades sowie diverser Bauszenen nun echte Bilder aus dem Betrieb zu sehen geben sowie zusätzliche Informationen: Darunter der komplette Belegungsplan der Bahnen im Sportler-Becken sowie die Nutzung des Schulungs-, des Erlebnis- und des Sprungbeckens. „Wir hatten bis zuletzt noch Verlegungen oder zusätzliche Kurse unterzubringen“, berichtet Basse. 

Die Kurse werden in der Wasserwelt gut angenommen. Seit Kurzem ist der endgültige Belegungsplan der Bahnen fertig. Quelle: Rebekka Neander

Überarbeitet worden sind zudem mehrere Passagen in den Broschüren, in denen Öffnungszeiten, Preise und Kursangebote aufgeführt sind. Vor allem bei der Frage, wer alles den Familientarif nutzen kann und wer für das Parken innerhalb der Schranke bezahlen muss, hatten die bisherigen Faltblätter Missverständnisse ausgelöst. Jetzt aber dürften alle Fragen beantwortet sein: „Der Familientarif“, ist darin zu lesen, „gilt für bis zu zwei Partner in einer Lebensgemeinschaft“, die mit ihren „Kindern, Enkeln oder Urenkeln“ (bis zu deren 17. Geburtstag) das Bad betreten und dieses verlassen.

Schranke nur am Wochenende zu

Kostenlos auf dem Gelände parken darf im übrigen jeder, der das Bad besucht. Damit sind nun eben auch jene Begleitpersonen gemeint, die beispielweise Mobilitätseingeschränkte dorthin bringen. „Wir haben nach den ersten Wochen nun ohnehin die Schranke montags bis donnerstags rund um die Uhr geöffnet“, sagt Basse, da an diesen Tagen keinerlei Belastung durch Fremdparker zu erwarten ist. Lediglich von Freitag an werde übers Wochenende je nach akuter Lage die Schranke geschlossen. Das gelte auch an Flohmarkt- und Renntagen.

Die Besucherzahlen liegen seit Eröffnung weitgehend über den Erwartungen. Quelle: Rebekka Neander

Kindergärten werden wie Schulen und Vereine behandelt

Auch bei den Eintrittsgeld soll nachgesteuert werden. So sollen künftig auch Kindergärten analog zu Schulen und Vereinen ein Entgelt von pauschal zwei Euro zahlen. „Kitas sind irgendwie aus dem System gefallen“, sagte Hettwer im jüngsten Betriebsausschuss Bad. Auch damit hofft Basse, in Zukunft mehr als die bislang zwei Kitas in die Wasserwelt zu locken. Und die Anfragen bestätigten das Interesse. Über diese Entscheidung befindet der Langenhagener Rat in der Sitzung am 11. Dezember.

Die Besucherzahlen stimmen zuversichtlich

Durchschnittlich haben seit der Eröffnung 961 Gäste die Wasserwelt täglich besucht, berichtet Basse. Macht bis zum Stichtag 26. November 37.659 Gesamtbesucher inklusive aus Schulen und Vereinen. „Wir liegen deutlich über den prognostizierten Zahlen“, freut sich Hettwer. Die Verantwortlichen hatten seinen Angaben zufolge bei der Kalkulation 220.000 Besucher im Jahr angesetzt. Gleichwohl sieht Basse sowohl bei den Schülern (1277) wie auch bei den Saunagästen (2902) Nachholbedarf. Da sei „noch deutlich Luft nach oben“. Vielleicht ändert sich ja dank der Festtage etwas. Denn die Bonuskarten seien ein „schönes Weihnachtsgeschenk“, wirbt Hettwer. Basse hofft indes auf die Mundpropaganda der Saunabesucher. Und bei den Schülern rechne sie im zweiten Halbjahr mit einer „deutlichen Steigerung“. 

Nicht alle Eltern halten sich an dieses Gebot und begleiten ihre Kinder in Straßenkleidung zum Duschen. Quelle: Rebekka Neander

Helikopter-Eltern erweisen sich als Problem

 Als großes Problem erweisen sich aktuell viele Eltern, die ihre Kinder nicht nur zum Schwimmen bringen, sondern auch dort, ohne Eintritt gezahlt zu haben, verweilen und dem Nachwuchs beim Duschen assistieren. So komme es immer wieder zu Beschwerden, wenn bekleidete Mütter etwa ihre zehnjährigen Söhne in den Damenduschen einschampoonierten. Und sich dann aber über Wasserspritzer auf der Kleidung beklagten, wusste Hettwer zu berichten. Doch das Problem ist bekannt, betonte er und verwies auf die Badordnung, die das eigentlich ausschließe. Um dieses Problem zu lösen, sei man auch auf die Unterstützung der Vereine angewiesen, warb Basse. Ziel sei es, dass „Trainingszeit und Duschen elternfrei sein sollen“. Einzige Ausnahme sei bei ganz kleinen Kindern. „Wer das nicht will, soll zuhause bleiben oder normal Eintritt zahlen“, gab im Ausschuss CDU-Mitglied Horst-Dieter Soltau zu Protokoll.

Von Rebekka Neander und Sven Warnecke

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