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Region Langenhagen Nachrichten Repair-Treff wird Fall für Justiz
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17:36 24.09.2018
Erst im Juni hatte der Verein noch einmal seinen Internetauftritt aufgefrischt, um Mitglieder zu werben. Quelle: Screenshot (Archiv)
Langenhagen

Dunkle Wolken sind über den Langenhagener Repair-Treff gezogen. Angesichts schwindender Mitgliederzahlen befindet sich der Verein nun in der Auflösung. Diesen Schritt haben die Aktiven im August in einer Versammlung beschlossen. Der Plan reifte nach Angaben des Vorstands bei den Verantwortlichen bereits Anfang des Jahres. Denn auch die ehrenamtliche Hilfe bei der Fahrrad- oder etwa Computer-Reparatur wurde immer weniger nachgefragt. „Zum Schluss wollte keiner mehr“, sagt der Vorsitzende Uwe Gülke und spricht von einer regelrechten Austrittswelle der Mitglieder. Doch in der Zwischenzeit sind nun in der Stadt anonyme Flugblätter aufgetaucht, die dem Vorsitzenden vorwerfen, sich am Vereinsvermögen persönlich zu bereichern.

Wie Gülke, der auch CDU-Ratsherr in Langenhagen ist, nun auf Anfrage berichtet, hat er inzwischen Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verleumdung gestellt. „Ich muss mich gegen die Vorwürfe wehren“, argumentiert er. Eine Ahnung, wer der Urheber ist, hat Gülke indes nicht. „Ich glaube, der Verfasser ist jemand, der mich nicht mehr lieb hat“, kommentiert er das säuerlich.

In dem Schreiben, dass der Redaktion vorliegt, werden zwei Fragen aufgeworfen. Zum Einen will der Absender wissen, was nun mit den bereits gezahlten Mitgliederbeiträgen geschieht. Zum Anderen wird eine Frage konkret als Vorwurf formuliert: „Darf der Vorsitzende Uwe Gülke die Spende von 35.500 Dollar für seine privaten Schulen verwenden?“

Diese Summe hatte die Firma UPS Foundation Anfang des Jahres dem Repair-Treff für den Kauf eines Fahrzeugs zur Verfügung gestellt, um eine mobile Werkstatt errichten zu können. „Wir müssen die komplette UPS-Spende zurückzahlen“, sagt Gülke jetzt. Allerdings sind aktuell von den umgerechnet 29.000 Euro derzeit nur etwa 21.000 Euro auf dem Vereinskonto. Wie Gülke nun zusammen mit der zweiten Vorsitzenden Dagmar Brück im Gespräch mit dieser Zeitung betont, mussten allein 6400 Euro für die Reparatur eines bei einem Unfall beschädigten Leihwagens vorfinanziert werden. Sämtliche Geldflüsse sind über die Kassenbücher „nachvollziehbar“, sagen beide unisono. Zahlungen von dem Vereinskonto seien immer gemeinsam abgezeichnet worden. „Wir haben uns beide nichts vorzuwerfen“, sagt Gülke. Brück spricht gar von Feigheit, diese Vorwürfe nun anonym zu formulieren. Und beide betonen aber auch, dass sie als Vorsitzende in der Verantwortung stehen.

Und die Mitgliedsbeiträge? Diese fließen nach erfolgter Vereinsauflösung – Gülke und Brück rechnen mit einer vom Notar begleiteten Verfahrensdauer von bis zu einem Jahr – in die Langenhagener Stadtkasse. Dieses Prozedere steht so auch in der Satzung des Repair-Treffs geschrieben. „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“, meint Gülke sarkastisch, dem aber eher zum Weinen zumute ist. Denn ihm gehen nach eigenen Angaben nicht nur die Vorwürfe nahe, sondern auch das Aus des Repair-Treffs. „Das tut mir weh, das war mein Baby“, bekennt der Noch-Vorsitzende.

Von Sven Warnecke

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