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Region Langenhagen Nachrichten Knapp 60 neue Sozialwohnungen geplant
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00:33 01.06.2018
An der Stöckener Straße könnten gut zwei Dutzend Mietwohnungen entstehen. Quelle: privat
Langenhagen

Bis zu 60 mietgünstige Wohnungen will die Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (EL) in den nächsten zwei Jahren bauen. Die Ausschreibung für das auf vier Standorte aufgeteilte Projekt soll spätestens im Herbst dieses Jahres gestartet werden. Mit einer Fertigstellung der Wohnungen wäre dann frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu rechnen, wie EL-Geschäftsführer Jens Monsen jetzt ankündigte. Die Einstiegsmiete läge nach derzeitiger Rechtslage bei 5,60 Euro pro Quadratmeter. Einziehen dürfen dann nur Mieter mit Berechtigungsschein, die Zuweisung übernimmt die Stadt Langenhagen.

Ratsbeschluss ist zwei Jahre alt

Die Entwicklungsgesellschaft setzt damit nach langer, auch juristisch bedingter Vorbereitung einen Ratsbeschluss aus dem Januar 2016 um. Danach sollte die Stadt durch eigenen Wohnungsbau dem heftigen Druck auf den Markt begegnen. Weil die EL als Tochter der Stadt mit einer „schwarzen Null“ als Ergebnis leben könnte, so die Herangehensweise von Stadt und Politik, könnten somit mehr sogenannte Sozialwohnungen entstehen trotz gestiegener Baukosten.

Am Elbeweg ist ein Mehrfamilienhaus mit preisgünstigen Mieten geplant. Quelle: privat

Die Standorte der Mehrfamilienhäuser sind über Langenhagen verteilt: Es handelt sich um ein Grundstück in Alt-Engelbostel kurz vor dem Ortsausgang Richtung Richtung Stelingen, eine Fläche am Bauernpfad in Krähenwinkel, das Eckgrundstück Elbeweg/Kurt-Schumacher-Allee sowie das eigentlich mal als potentieller Spielplatz vorgesehene Areal der Stöckener Straße am südlichen Ortsrand von Engelbostel. Während für die ersten beiden Grundstücke bereits Baurecht als Lückenschluss gemäß Paragraph 34 besteht, muss für den Elbeweg und die Stöckener Straße der Bebauungsplan noch verändert beschlossen werden. Der Rat der Stadt, so EL-Mitarbeiter Lars Hecht, wird nach derzeitiger Planung im September darüber endgültig befinden können. Bis dahin laufen noch Teile des öffentlichen Beteiligungsverfahrens. Der Aufsichtsrat der EL habe das Vorhaben „grundsätzlich gebilligt“, ein regelmäßiges Monitoring sei verabredet.

Vorwiegend kleinere Wohnungen geplant

„Wir bereiten parallel zur Bauleitplanung die europaweite Ausschreibung vor“, berichtete Hecht. Angeboten werden an allen Standorten 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen. „Wir versuchen, die Mischung der Wohnungstypen an die der Stadt bekannten Nachfrage anzupassen“, sagte Monsen. Danach seien je zu rund einem Drittel 1- und 1,5-Zimmer-Wohungen sowie 2- und 2,5-Zimmer-Wohnungen geplant. Keines der Häuser werde über einen Fahrstuhl verfügen. Deshalb werden die gesetzlich vorgeschriebenen Anteile an barrierefreien oder behindertengerechten Wohnungen sämtlich im Erdgeschoss liegen.

Die exakte Zahl der Wohnung kann die EL noch nicht beziffern. „Wir haben für alle Standorte eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, wie wir die Grundstücke sinnvoll, aber möglichst effizient bebauen können“, sagte Hecht. Daraus ergebe sich eine Gesamtsumme von 3650 Quadratmetern, aus denen die mit der Studie beauftragten Architekten aktuell 59 Wohnungen erarbeitet hätten. „Was am Ende genau herauskommt, hängt am Ergebnis der Ausschreibung.“ Gleiches gelte für die Wahl der Energieversorgung. Vorschreiben werde die EL diese nicht. Monsen kündigt eine „Funktionale Leistungsbeschreibung“ an, in der neben der Verteilung der mit dem Sozialamt abgestimmten Wohnungsgröße auch Qualitätsmerkmale definiert werden. Dies sei umso wichtiger, als die EL am liebsten den Bau aller Wohnungen über einen Totalunternehmer abwickeln möchte, wie Monsen berichtete. „Der übernimmt nicht nur den Bau, sondern auch die Planung.“

Zwischen Kaltenweider Platz und Maria-Montessori-Straße entstehen derzeit Mehrfamilienhäuser in frei finanziertem und sozial gefördertem Wohnungsbau. Quelle: privat

Geförderte Wohnungen auch in Kaltenweide

Gut 90 Wohnungen, 42 davon öffentlich gefördert, entstehen derzeit auch in Kaltenweide zwischen Bahndamm und Rewe-Markt an der Maria-Montessori-Straße. Das Unternehmen Nord Projekt und ihr Beteiligungsunternehmen Restaura baut dort mit Unterstützung der KSG einen Komplex von mehreren Mehrfamilienhäusern. Sämtliche Gebäude werden mit einem Fahrstuhl ausgestattet sein und über eine Tiefgarage verfügen. Der Aushub dafür ist bereits sehr mehreren Wochen dort zu beobachten. Eigentlich sollte der Bau bereits im Sommer 2016 begonnen haben, musste jedoch aufgrund nachzubessernden Brandschutzes im Konzept verschoben werden. Mit der Fertigstellung der Wohnungen ist jetzt Ende 2019 zu rechnen. Während für die 42 öffentlich geförderten Wohnungen für B-Schein-Inhaber von Nord Projekt und Restaura eine Einstiegsmiete von 5,60 Euro gesichert ist, baut die KSG die übrigen Wohnungen frei finanziert für den übrigen Markt. Die Wohnungen sollen familienfreundlich und seniorengerecht sein. Alle drei Unternehmen legen Wert auf eine gute Mischung von Familien, Paaren und Singles aller Altersklassen.

Der von Restaura eingesetzte Architekt Karl Prange wird am Freitag, 1. Juni, auf Einladung der CDU-Kaltenweide Bürgern auf der Baustelle Rede und Antwort stehen. Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, sollte sich beim Ortsverbands-Vorsitzenden Michael Schäfer unter Telefon (0177) 5423899 oder per E-Mail an ortsgespraech-CDU-Kaltenweide@mail.de anmelden. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Skulptur „Rote Hand“ vor der Poststelle auf dem Kaltenweider Platz.

Von Rebekka Neander

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