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Region Langenhagen Nachrichten Schulhund Ole hilft Schülern beim Lernen
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00:16 24.12.2017
Eine Schülerin streichelt Schulhund Ole. Sie haben gerade eine Aufgabe gemeinsam gemeistert. Quelle: Priesemann
Langenhagen

 Nach einer Schulstunde ist Ole fertig mit den Nerven. Der Schulhund der Pestalozzi-Förderschule an der Konrad-Adenauer-Straße verkriecht sich in seine Hütte und legte sich erst einmal schlafen. „Ole hat heute wirklich hart gearbeitet“, lobt Englisch-Lehrerin Karin Lüdtke ihren Hund. Und der Arbeitstag hat sich gelohnt. Der Bearded Collie und seine Besitzerin haben die Prüfung einer Hundeschule bestanden. Ole ist damit ausgebildeter Schulhund der Pestalozzischule.

Die Schüler würden am liebsten den Englisch-Unterricht mit Ole fortsetzen. „Schade, dass die Stunden mit Ole immer so schnell vorbeigehen“, sagt Jenny. Sie stellt damit eindrucksvoll unter Beweis, was sich Schulleiterin Urusla Borkowski und Lehrerin Lüdtke durch den Einsatz des Hundes versprechen. Denn oftmals arbeiteten die Kindern mit dem Hund konzentrierter und hätten Spaß am Unterricht.

Denn Ole sitzt nicht nur in der Ecke, sondern ist Teil des Unterrichts. Bei einer Aufgabe zieht der Hund aus der Hand der Kinder eine Karte. Darauf zu sehen ein anderer Vierbeiner – es geht um Englisch-Präposition. Die Schülerin zeigt ihrer Nachbarin die Karte und fragt: „Where is the dog?“ Die antwortet: „The dog is under the chair.“ Aufgabe gelöst! Die Freude ist groß - insbesondere bei Ole, denn der bekommt dafür ein Leckerli. 

Das Modell des Schulhundes kommt ursprünglich aus den südlichen Bundesländern, berichtet Lüdtke. Der Effekt, den die Hunde auf die Kinder haben sei enorm. „Wenn der Hund in der Klasse ist, arbeiten die Kinder konzentrierter, leiser und motivierter“, sagt Lüdtke. Warum das funktioniert? Die Schüler wüssten, dass sie Ole nur stressen würden, wenn sie laut reden oder umherlaufen. Und mit dem niedlichen Bearded Collie mit seiner langen Mähne wolle es sich niemand verscherzen. 

Borkowski berichtet von einem ADHS-Kind, dass in Gegenwart des Hundes ruhig werde. Ein anderer Schüler, der anfangs große Angst vor dem Vierbeiner gehabt habe, werde ihm gegenüber immer offener und mutiger. Gerade deswegen sei ein Hund wie Ole insbesondere für eine Förderschule interessant. „Ein Hund hat immer gute Laune und akzeptiert jeden Menschen gleich. Das brauchen unsere Kinder“, erklärt Borkowski

Stefan Hoffmann von der Hundeschule Langenhagen hat Ole und sein Frauchen über mehrere Wochen begleitet. Seit dem Frühjahr ist der Hund bereits in der Pestalozzischule im Einsatz, jedes Mal lerne er mehr. Bei der Prüfung dokumentiert Hoffmann alles mit einer Videokamera. „Wichtig ist, dass den Hund das Umfeld Schule nicht überfordert“, sagt er. Schließlich muss er auch noch mit der Lehrerin an einem Strang ziehen und auf sie hören. Und das tut Ole und so muss Hoffmann nach der Schulstunde nicht lange überlegen: „Ihr habt bestanden.“

Für die Kinder ist das eine gute Nachricht. Denn das heißt, dass Ole sie auch in Zukunft besuchen kommt. „Mich hat der Hund ermutigt, besser Englisch zu lernen“, freut sich Tamara. Und eine andere Schülerin sagt: „Vorher habe ich Englisch immer gehasst, doch seitdem der Hund da ist, macht mir der Unterricht Spaß.“ Fein gemacht, Ole!

Von Sascha Priesemann

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