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Region Langenhagen Nachrichten Schüler präsentieren ihre Firmenprojekte
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00:16 09.02.2018
Yusuf und Marlon erklären Andreas wie ein Rad richtig am Fahrrad festgeschraubt wird. Quelle: Priesemann
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Langenhagen

 Es war voll in der Turnhalle an der Konrad-Adenauer-Straße. Hunderte Schüler kamen zur Messe der Schülerfirmen, die der Arbeitskreis für Nachhaltige Schülerfirmen zusammen mit der Pestalozzi- und Gutzmannschule organisiert hatte. An zehn Ständen informierten neben den beiden Langenhagener Förderschulen auch vier auswärtige Schulen über ihre Projekte. 

„Für die Schüler ist die Messe eine gute Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen“, sagte Mathias Fuchs, Koordinator für Nachhaltige Schülerfirmen in der Region Hannover. Und die Jugendlichen präsentieren ihre Firmen nicht nur vor Mitschülern. Die Messe ist auch immer wieder ein  Treffen von Lehrern, die sich über die neueste Entwicklung bei Schülerfirmen informieren wollen, berichtete Fuchs.

Schüler spielen im Altersheim

Das Angebot  war an dem Vormittag breit gefächert. Die KGS Hemmingen etwa erklärte ihren 3D-Drucker, die BBS Neustadt verkaufte fair gehandelten Kaffee. Yusuf, Andreas und Marlon stellten indes den Fahrraddoktor vor. Die 15- und 16-jährigen Schüler der Gutzmannschule schrauben jeden Montag für vier Stunden an Zweirädern und informieren parallel Mitschüler über Verkehrssicherheit. „Ich fahre gerne Fahrrad und so bin ich zur Schülerfirma gekommen“, erinnerte sich Yusuf. Dafür mussten er und seine Mitschüler sich extra bewerben, erklärte Lehrer Jan Hanke.

Celina, Jean-Pierre, Lina und Alexander von "Games for all" spielen ein Brettspiel. Quelle: Priesemann

Die Jungen und Mädchen von „Games for all“ gehen hingegen in Altersheime und spielen mit den Bewohnern für einige Stunde Gesellschaftsspiele wie den Brettspiel-Klassiker „Mensch ärgere dich nicht“. „Es ist sehr schön, mit älteren Menschen Zeit zu verbringen, die eher selten Besuch von ihren Verwandten bekommen. Das macht mich irgendwo auch stolz“, sagte Alexander. Er berichtete von einem älteren Mann, mit dem er öfter gespielt hat, der nun allerdings verstorben ist. „Es hat mich gefreut, ihn kennenlernen zu dürfen und ihn die letzten Monate zu begleiten“, erzählte der Gutzmann-Schüler. Für die Besuche im Altersheim bekommen die Schüler Geld, das in die Schülerfirma fließt.

Umgang mit Geld wird gelernt

Denn schließlich ginge es nicht alleine darum, Gutes zu tun, erklärte Fuchs. Die Schüler sollen bei ihrem Engagement verstehen, wie Firmen funktionieren. Deshalb würden die Dienstleistungen auch nicht verschenkt, sondern verkauft. „Die Jugendlichen haben hier die Gelegenheit, sich selbst als Unternehmer zu versuchen“, berichtete Fuchs. Die Firmen arbeiteten wie reale Betriebe nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dabei gehe es auch um den veranwortungsvollen Umgang mit Geld und vernünftiger Buchführung.

Von Sascha Priesemann

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