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Wird künftig nur noch der große Schützenausmarsch in Langenhagen von der Polizei begleitet? Stadt und Einsatzkräfte wollten künftig mit den Vereinanstaltern jeden Einzelfall prüfen. 

Wird künftig nur noch der große Schützenausmarsch in Langenhagen von der Polizei begleitet? Stadt und Einsatzkräfte wollten künftig mit den Vereinanstaltern jeden Einzelfall prüfen. 
© Mario Moers (Archivbild)

Langenhagen

Polizei lässt Umzüge nicht allein

Bekommen Umzüge weiterhin Schutz durch die Polizei? In Langenhagen werde jede Veranstaltung nun einzeln geprüft, sagt Leiter Einsatz Alexander Zimbehl, bittet aber auch Organisatoren um Mithilfe. 

Langenhagen.  Werden Laternen- und Schützenumzüge in Langenhagen weiterhin durch die Polizei gesichert? Ja und nein. Oder: Es kommt darauf an. Alexander Zimbehl, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Kommissariat Langenhagen, präsentierte jetzt dem Verkehrsausschuss die Ergebnisse der „Testphase“ der Lampionumzüge des vergangenen Herbstes und erntete dabei weitgehend Verständnis. Die Schützenvereine müssten sich vor der bald beginnenden Saison der Ausmärsche keine Sorgen machen. 

Anlass ist eine Nachricht aus dem vergangenen Herbst: Danach könne die Polizei aus personellen Gründen künftig nicht mehr für die Sicherung von Umzügen  herangezogen werden. Verkehrssicherung sei Sache der Veranstalter. Diese Nachricht hatte nicht zuletzt nach einem erschreckenden, aber glimpflich verlaufenen Zwischenfall in Großburgwedel für große Irritation gesorgt. Seinerzeit war ein entnervter Autofahrer in einen Laternenumzug eines Kindergartens hineingefahren und hatte dabei einen Vater leicht verletzt. Die Polizei Burgwedel hatte damals eine Begleitung mangels Personal abgelehnt.

„Es ist schwierig für die Polizei, jeden Lampionumzug zu begleiten“, leitete Zimbehl seinen Bericht ein. Seine weiteren Erläuterungen zeigten jedoch, dass das Thema eine nähere Betrachtung verdient: In den Entscheidungsprozess einer Umzugsgenehmigung sei in der Regel auch die Straßenverkehrsbehörde der Stadt eingezogen. „Und diese gibt durchaus Auflagen aus“, beispielsweise, dass die Teilnehmer auf bestimmten Straßenzügen unbedingt den Gehweg zu nutzen hätten. „Das ist in der Praxis für manche Veranstalter zuweilen schwierig durchzusetzen“, räumte Zimbehl ein. Deshalb hätten Polizei und Stadt im vergangenen Herbst jeden Umzug zuvor im Einzelfall betrachtet und gemeinsam mit den Veranstaltern über den Streckenverlauf beraten. „Es ist vielleicht nicht so sinnvoll mit Fünfjährigen unbedingt die Walsroder Straße zu kreuzen.“ Zimbehl lädt alle Veranstalter von Umzügen ein, sich im Zweifelsfall Rat bei Stadt und Polizei zu holen.

Die „Testphase“ der Laternenumzüge habe für alle Beteiligten viele wichtige Erkenntnisse zu Tage gebracht. „So werden wir auch in Zukunft nicht generell eine Begleitung ablehnen, sondern jeden Umzug im Einzelfall betrachten, um die für alle Beteiligten sinnvollste Lösung zu erarbeiten.“ Wenn ein kleiner Umzug auf kleinen Nebenstraßen unterwegs sei, sei eine Begleitung durch die Polizei kaum notwendig. „Ich werde am heutigen Abend sicherlich keine Entscheidung voraussagen“, betonte der Polizeibeamte. Gleichwohl ließ Zimbehl durchblicken, dass sich niemand um den großen Langenhagener Schützenausmarsch sorgen müsse.  

Von Rebekka Neander


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Langenhagen ist ...

  • ... eine Stadt nördlich von Hannover mit mehr als 53.000 Einwohnern
  • ... eine Wirkungsstätte von Nobelpreisträger Robert Koch
  • ... ein Zentrum des Polo-Sports und Heimat der hannoverschen Pferderennbahn
  • ... Standort von einem der größten Verkehrsflughäfen Deutschlands
  • ... die Stadt, in der RAF-Mitglied Ulrike Meinhof 1972 verhaftet wurde
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