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Region Langenhagen Nachrichten Politik vertagt Entscheidung zur Eishalle
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00:19 11.11.2017
Zur Gruppe der möglichen neuen Betreibern gehört das Ehepaar Griebler, das bereits den Pferdeturm in Hannover betreibt. Der bisherige Gesellschafter Kay Uplegger (rechts) zieht sich zurück.  Quelle: Neander (Archiv)
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 Alles nur ein Missverständnis? Auch die jüngste Sitzung des Finanzausschusses hat keine schlüssige Antwort auf diese Frage geliefert. Einmal mehr wurde die Bitte des Bürgermeisters nach einem Grundsatzbeschluss über Verhandlungen zum Erhalt der Eishalle an der Brüsseler Straße von der Politik vertagt. Konsens der Politiker: Sie wollen mehr Informationen zu den Vertragsmodalitäten der drei neuen interessierten Betreiber haben. Allein: Die Stadt kann diese erst aushandeln, wenn sie dazu ein grundsätzliches Votum der Politik hat. 

Ein (letzter?) Ausweg soll nun eine interne Informationsveranstaltung für alle Ratsmitglieder sein. Welche neuen Details an dieser Stelle geliefert werden sollen, konnten in der Sitzung am Dienstagabend allerdings weder Bürgermeister Mirko Heuer noch Stadtbaurat Carsten Hettwer auf Anhieb sagen. Überdies scheint es schwierig zu werden, einen Termin zu finden, der einen endgültigen Beschluss noch im Dezember ermöglichen könnte. Alle bislang vorgeschlagenen Daten sind bislang durchgefallen. 

Eine vergleichbare Versammlung hatte es bereits Anfang April gegeben. Etwas anderes als er damals vorgetragen hatte, betonte Hettwer, könne er nun allerdings nicht vortragen. Weiterhin gelte, „dass wir bei unseren Recherchen keine einzige Eishalle gefunden haben in Deutschland, die kostendeckend arbeiten kann“. Konkretere Zahlen könne er erst nennen, wenn die Stadt mehr über die künftige Betriebsform wisse. „Die vorliegenden Angebote können derzeit nicht verglichen werden.“ Deshalb wäre die Stadt froh, sie wüsste innerhalb welcher Eckwerte sie mit den Betreibern verhandeln dürfe. „Derzeit gehen wir von einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 120.000 Euro aus.“ Die Politik könne nun sagen, dies sei zu hoch oder zu niedrig. „Und Sie müssen sagen, ob sie auf Pachteinnahmen bestehen wollen oder eben nicht.“ Erst mit diesen Eckwerten könne die Stadt in detailliertere Gespräche mit den Interessenten einsteigen. 

Interesse am Betrieb der Eishalle haben das Ehepaar Griebler angemeldet, die derzeit das Eisstadion am Pferdeturm in Hannover betreiben, die Familie Haselbacher, Betreiber des Eisstadions in Mellendorf, sowie der hannoversche Architekt Michael Menze mit seinem Architektur- und Bauunternehmen XAI. Nur einer der Interessenten, so Heuer in der Sitzung, habe der Stadt angeboten, gänzlich alle Zahlen auf den Tisch zu legen. „Lediglich das daraus resultierende Defizit möchte er als Zuschuss der Stadt.“ Den Namen nannte Heuer nicht. Dem Vernehmen nach aber handelt es sich dabei um das Ehepaar Griebler. 

In der politischen Diskussion um das Eckwertepapier, das letztlich wieder in die Fraktionen verwiesen wurde, äußerte sich nur BBL-Ratsherr Jens Mommsen kategorisch gegen einen Weiterbetrieb. Auch aus dem Seniorenbeirat wurde diese Haltung übermittelt. Heuer nahm diese Äußerungen zu Kenntnis. Vehement widersprach er dagegen Vorhaltungen des Grünen Ratsherrn Dirk Musfeldt. Die „Taschen voll gemacht“, wie Musfeldt zuvor in den Raum gestellt hatte, habe sich bislang keiner der nach der Insolvenz angetretenen Betreiber. Ganz im Gegenteil. 

Von Rebekka Neander

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