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Die Zufahrt zu dem neuen Container-Campus im Stadtpark wird über die Stichstraße Am Schulzentrum zwischen D- und B-Trakt nach Norden führen.

Die Zufahrt zu dem neuen Container-Campus im Stadtpark wird über die Stichstraße Am Schulzentrum zwischen D- und B-Trakt nach Norden führen.
© Rebekka Neander

Langenhagen

Montag startet Rodung für den Container-Campus

Am Montag startet die Rodung im nordwestlichen Stadtpark für den neuen zentralen Container-Campus des Schulzentrums. Erschlossen wird das Areal über den Parkplatz zwischen D- und B-Trakt. 

Langenhagen.  Zweieinhalb Jahre nach der Hiobsbotschaft zum Abriss des Schulzentrums beginnt am Montag der erste wirklich sichtbare Schritt für den Neuanfang: Rund 10.000 Quadratmeter eines Gehölz- und Wiesen-Areals im Nordwesten des Stadtparkes werden für den neuen Container-Campus gerodet. Rund 80 eher jüngere Bäume müssen nach Angaben der Stadtverwaltung gefällt und die Grasnabe abgetragen werden. Die historische Hecke bleibe aber weitestgehend erhalten. Der Naturschutzbund Langenhagen hat nach einem Ortstermin mit der Verwaltung am Donnerstag Grünes Licht gegeben für den Start der Arbeiten, die vor Beginn der Brut- und Setzzeit Anfang März beendet sein müssen.

Zufahrt zum Container-Dorf führt durch Schulzentrum hindurch

Das Areal wird künftig über die Straße Am Schulzentrum erschlossen: Die Zufahrt führt von Süden zunächst am Parkplatz entlang, dann zwischen D- und B-Trakt durch sowie am Ende über den Wendehammer an der Peko-Halle hinweg in den Park. Auf dem Wendehammer richtet die Stadt deshalb ein Halteverbot in einem kleineren Bereich ein: Vier Parkbuchten im südöstlichen Bereich dürfen bis auf weiteres nicht mehr benutzt werden. Der Bereich, schreibt Stadtsprecherin Juliane Stahl, werde langfristig zur Rettungszufahrt des Container-Campusses gehören. Noch geprüft werde, wie die Baustraße im Bereich der historischen Ahornallee verlaufen kann, „damit möglichst kein Baum gefällt werden muss“. 

Nach Aussage Stahls wurden die Einrichtungen des Klinikums der Region Hannover im Norden des betroffenen Areals sowie des Altenzentrums Eichenpark westlich der Fläche von der Stadt über den Start der Arbeiten informiert. Gleiches gelte auch für die Schulen. Gleichwohl hat sich diese Nachrichten dort nicht nachhaltig herumgesprochen. Matthias Brautlecht, Leiter des Gymnasiums, erfuhr erst durch die Nachfrage dieser Zeitung vom Start der Arbeiten. Er zeigte sich erfreut über den Start, gleichwohl hätte er gerne Schüler und vor allem die Eltern frühzeitig über den Beginn und den Verlauf der Baustraße informiert. „Ich möchte um Verständnis für die Arbeiten werben und dafür sensibilisieren.“ IGS-Leiter Timo Heiken, der am Freitag beruflich nicht in Langenhagen war, berichtete auf Nachfrage, bis Donnerstag nichts Konkretes erfahren zu haben. Dass die Arbeiten „jetzt irgendwann“ losgehen würden, sei allerdings bekannt gewesen.

Schüler müssen erst einmal nicht mit viel Baufahrzeugen rechnen

Stahl gab auf Nachfrage allerdings Entwarnung: „In der ersten Phase wird dort nicht viel Verkehr entstehen.“ Die Bauzaun-Elemente würden durch ein kleines Fahrzeug mit Anhänger angeliefert. „Die gefällten Bäume und die zu rodenden Sträucher werden an Ort und Stelle gehäckselt.“ Ein größerer Abtransport der Stämme scheide demnach aus. „Sobald dort allerdings mit aufwändigeren Arbeiten zu rechnen ist, werden wir die Schulen frühestmöglich informieren.“ 

Geplant ist der Bezug der Container im Sommer zum Schuljahreswechsel. Wie viele Container im Park aufgestellt werden, ist laut Stahl noch nicht im Detail festgelegt. Das Vergabeverfahren laufe noch. Daher gibt es auch noch keinen exakten Lageplan. Die Stadt hatte das Areal vor einiger Zeit von der Region Hannover kaufen können. Das zuvor von der Region über Jahrzehnte geduldete Grabeland war anschließend geräumt worden. Anlass für den neuen Campus ist nicht nur der Bedarf an weiteren Interims-Räumen, sondern vor allem der Wunsch der betroffenen Schulen, die bislang dezentral weit von einander gelegenen provisorischen Unterrichtsräume an einem Platz zusammenzuziehen. Damit solle die Belastung von Schülern und Lehrkräften reduziert werden. 

Von Rebekka Neander


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Langenhagen ist ...

  • ... eine Stadt nördlich von Hannover mit mehr als 53.000 Einwohnern
  • ... eine Wirkungsstätte von Nobelpreisträger Robert Koch
  • ... ein Zentrum des Polo-Sports und Heimat der hannoverschen Pferderennbahn
  • ... Standort von einem der größten Verkehrsflughäfen Deutschlands
  • ... die Stadt, in der RAF-Mitglied Ulrike Meinhof 1972 verhaftet wurde
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