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Region Langenhagen Nachrichten Meravis hilft aktiv beim Natur- und Artenschutz
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14:48 30.11.2017
Werben gemeinsam für den Schutz von Schwalben, Mauerseglern und Co. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

 Vor mehr als 15 Jahren hat alles begonnen: Angesichts des dramatischen Rückgangs von Mehlschwalben, Mauersegler und Co. entschlossen sich in der Stadt Naturschutzbund (Nabu) und Naturkundliche Vereinigung Langenhagen (NVL) zu einem gemeinsamen Projekt zum Schutz der sogenannten Gebäudebrüter. Zwischenzeitlich ist auch der BUND mit an Bord. 

Im Jahr 2000 hat die NVL zusammen mit dem Nabu das Projekt "Erhaltung der Mehlschwalben- und Mauerseglerbestände im Oertzeweg" gestartet, berichtet  der NVL-Vorsitzende Hans-Jürgen Ratsch. In der Zwischenzeit wurden dort gut 1800 junge Schwalben und etwa 120 Mauersegler geboren, bilanzt Michael Smykalla als Projektbeauftragter den Erfolg. „Er hat unermütlich dafür gearbeitet, dass diese Tierarten von den Bewohnern des Oertzewegs als Mitgeschöpfe akzeptiert werden“, lobt Ratsch.

Und das auch mit tatkräftiger Unterstützung des Wohnbau-Unternehmens Meravis als Eigentümer der dortigen Mehrfamilienhäuser. „In Zeiten der thermischen Isolierung unserer Wohngebäude verlieren Mehlschwalben und Mauersegler immer mehr Brutbiotope“, erläutert der NVL-Vorsitzende das Problem. Denn so würden viele Ritzen und Spalten an den Häusern verschwinden. Die Firma Meravis setze „hier einen Kontrapunkt“. Dank der Genehmigung, etwa Nistkästen an den Gebäuden anbringen zu dürfen und Kotbrettchen zu installieren, „leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität in unserer Stadt“, lobt Ratsch.

„Wir brauchen mehr Natur vor der Haustür“, begründet Meravis-Sprecher Jörg Schreiber das Engagement. Und das sei auch in einer Stadt möglich. Aus diesem Grund werde sein Unternehmen das Projekt weiter ausbauen. Dafür sorgt auch Architekt Andreas Merchel, der nach eigenen Angaben immer neue Ideen entwickelt, wie Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter in die Fassade der Gebäude des Unternehmens eingebaut werden könnten.

Ratsch dankte auch der Stadt und Bürgermeister Mirko Heuer für die finanzielle und persönliche Unterstützung des Projekt. Und der Verwaltungschef gab das Lob umgehend zurück: „Tatsächlich funktioniert die Zusammenarbeit mit unseren Naturschutzverbänden.“ Und es gelte, die Schwalben und deren Brutbetrieb zu unterstützen. Dabei würden etwa an den Fassaden installierte Kotbrettchen auch helfen, denn diese fördere auch die Akzeptanz. 

Zum Dank und als Signal darf Meravis nun die eigens vom Nabu entworfene Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an die Wohnhäuser am Oertzeweg anschrauben. 

  

Von Sven Warnecke

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