Navigation:
Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer (links) und Wirtschaftsförderer Jens Monsen berichten über den Grundstückskauf für das neue Gymnasium.

Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer (links) und Wirtschaftsförderer Jens Monsen berichten über den Grundstückskauf für das neue Gymnasium.
© Sven Warnecke

Langenhagen

Heiße Phase für Planung des Gymnasiums beginnt

Der Grundstückskauf ist in trockenen Tüchern. Nun beginnt die konkrete Planung für den Bau eines neuen Gymnasiums an der Langenhagener Pferderennbahn. Die Kosten  bewegen sich bei 65 Millionen Euro.

Langenhagen.  Nun wird es ernst: Die Langenhagener Verwaltung hat von der Stadt Hannover das Grundstück an der Pferderennbahn gekauft. Die Verträge sind unterzeichnet. Der Kaufpreis für das 51.893 Quadratmeter große Areal an der Theodor-Heuss-Straße bewegt sich nach Informationen dieser Zeitung bei knapp unter fünf Millionen Euro. Ebenfalls abgeschlossen sind die Verhandlungen mit dem Rennverein als Erbaupachtnehmer für die Fläche.

Auch der Hannoversche Rennverein „freut sich über die Nachbarschaft zum Gymnasium“, sagt Vereinschef Gregor Baum. Er setze auf ein gutes Verhältnis zur Stadt Langenhagen. Aus diesem Grund habe der Verein der Kommune bei einem derartig wichtigen Vorhaben nicht im Wege stehen wollen, teilt Baum ferner mit und hofft auf Synergien. Diese wünscht sich auch Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer. Denn die Nähe zwischen Schule und Rennbahn könne in manchen Unterrichtsfächern durchaus nützlich sein, meint er. 

Auf dem Luftbild ist der Flächenkauf für das Gymnasium dargestellt

Auf dem Luftbild ist der Flächenkauf für das Gymnasium dargestellt.

Quelle: Stadt Langenhagen

Nach Auskunft des Stadtbaurats ist für das neue Gymnasium das Raumprogramm bereits politisch beschlossen. Im Haushalt sind aktuell für den Bau gut 65 Millionen Euro veranschlagt. Ob die Summe allerdings ausreicht, kann Hettwer angesichts der Preisentwicklung aktuell nicht sagen. Zumal es auch sehr viele Wünsche gebe. „Doch gute Pädagogik hängt nicht von Raumgrößen ab“, kommentiert der Stadtbaurat die seiner Ansicht nach großzügigen politischen Planungen – auch im Vergleich zu anderen Kommunen.

Der Zeitplan steht mittlerweile auch weitgehend fest. Der ausgeschriebene Architektenwettbewerb endet am 15. Juni mit einem sogenannten Preisgericht. Anschließend könne Hettwers Angaben zufolge das Vergabeverfahren eingeleitet werden. Dieses dauere mindestens drei Monate. Der Stadtbaurat rechnet damit, im Januar 2019 mit dem Bau beginnen zu können. Zwei Jahre später wolle man dann fertig sein. „Auch wenn das ein ehrgeiziges Ziel ist“, sagt Langenhagens Wirtschaftsförderer Jens Monsen. 

Die kommunalen Pläne sehen vor, das auf maximal drei Geschossflächen gut 11.000 Quadratmeter Unterrichtsräume entstehen sollen. Denn auf Basis weiter steigender Schülerzahlen wird das Gymnasium durchgängig 7-zügig geplant, erläutert Hettwer. Inklusive Sport-, Technik- und Verkehrsflächen würden circa 19.000 Quadratmeter bebaut. 

Dazu zählt auch ein schmaler Grundstücksstreifen entlang der Theodor-Heuss-Straße zwischen An der neuen Bult und der Einfahrt zum Rennbahn-Parkplatz. Dieser Bereich soll Hettwers Angaben zufolge in Zukunft als Buswendeschleife genutzt werden. Das Areal werde aber so geplant, dass für die ins Auge gefassten Verlängerung der Stadtbahnlinie 1 Platz dort eine Enthaltestelle eingerichtet werden könne, stellt der Stadtbaurat in Aussicht. 

Von Sven Warnecke


Anzeige

Langenhagen ist ...

  • ... eine Stadt nördlich von Hannover mit mehr als 53.000 Einwohnern
  • ... eine Wirkungsstätte von Nobelpreisträger Robert Koch
  • ... ein Zentrum des Polo-Sports und Heimat der hannoverschen Pferderennbahn
  • ... Standort von einem der größten Verkehrsflughäfen Deutschlands
  • ... die Stadt, in der RAF-Mitglied Ulrike Meinhof 1972 verhaftet wurde
  • ... 6x pro Woche Thema in der Nordhannoverschen Zeitung, die als Heimatzeitung in Langenhagen der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.
Ihre Region
° °
%
km/h
° °
%
km/h
° °
%
km/h
° °
%
km/h