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Region Langenhagen Nachrichten Neuer Naturwald bietet seltenen Tieren eine Heimat
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01:21 09.03.2018
Ursula Schneider (von links) , Karsten Lüdtke, Andreas Schillin, Almut Koch und Ricky Stankewitz kennzeichnen den ersten Naturwald in der Kernstadt. Quelle: Antje Bismark
Langenhagen

 Ein naturbelassenes Wäldchen zwischen Niederrader Allee und Rieselfeldern dient seltenen Tierarten wie Schwarzspecht und Abendseglern künftig als ungestörter Rückzugsort: Seit Dienstagmittag verkünden Schilder weithin sichtbar, dass die Stadt das etwa zwei Hektar große Areal nicht mehr pflegt. 

Dort wachsen nach Aussage von Ursula Schneider und Almut Koch, im Rathaus unter anderem für Grünanlagen zuständig, vor allem Buchen und Eichen – sie sind zwischen 50 und 200 Jahre alt. Bislang kümmerte sich eine Fachfirma darum, dass umgestürzte Bäume und totes Holz beseitigt wurden. „Dabei dient gerade dies als wichtiger Lebensraum für viele Tiere“, sagt Ricky Stankewitz, Vorsitzender des Naturschutzbundes in Langenhagen. Deshalb stellt die Stadt mit sofortiger Wirkung die Pflege ein und informiert Fußgänger und Radfahrer auf drei Schildern, dass sie das Areal auf eigene Gefahr betreten. 

Stankewitz ist überzeugt, dass sich weitere seltene Tiere ansiedeln oder dort vermehren werden. „Der Schwarzspecht braucht zum Beispiel Bäume mit einem morschen Stamm, gesundes Holz ist viel zu hart und macht zu viel Arbeit“, sagt er. Zudem böten die alten Bäume den Fledermäusen viele Spalten und Höhlen zum Leben – und das mitten auf einem städtischen Gebiet, was besonders zu begrüßen sei. Zudem entlaste der Naturwald den Langenhagener Etat, sagt Stankewitz. Denn eine Bewirtschaftung lohne sich angesichts der geringen Größe nicht: „Die Kosten für den Einsatz einer Maschine übersteigen den Ertrag des Holzes bei weitem.“ Und sicherlich begrüßten auch die Anwohner der Niederrader Allee, dass sie das Wäldchen vor ihren Wohnungen behalten können, sagt Schneider.

Ihren Angaben zufolge gibt es bereits im Kananoher Forst einen Naturwald, ein weiterer soll im Bereich des Stadtparks folgen. Zehn Prozent des Waldes sollten umgewandelt werden, sagt Stankewitz mit Blick auf eine Vorgabe des Landes – die wolle Langenhagen erfüllen.

Von Antje Bismasrk

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