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Region Langenhagen Nachrichten Sparkasse schließt zwei weitere Filialen
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00:19 16.02.2019
Die Tage der Sparkasse in Godshorn sind gezählt. Im Inneren der Bank weist ein Aushang auf die bevorstehende Schließung hin. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Die Sparkasse lässt nach der Schließung in Engelbostel nun auch in Godshorn und im Langenhagener Stadtteil Brink Taten folgen. „Wie bereits im Oktober 2016 angekündigt, verändert die Sparkasse Hannover ihr Serviceangebot in Langenhagen“, teilt dazu jetzt Banksprecher Stefan Becker mit. Seinen Angaben zufolge schließt die Bank den bisher an zwei Tagen pro Woche geöffneten Standort in Godshorn am 21. Februar. In Brink wird die Stelle an der Walsroder Straße bereits am Freitag, 15. Februar, geschlossen.

Sämtliche Proteste in Langenhagen – ob von Ortsräten, Kirchen, Wohlfahrtverbänden oder dem Seniorenbeirat – hatten nichts genutzt. Auch die Langenhagener Ratshausspitze hatte gegen die Pläne der Sparkasse interveniert, gleich mehrere Filialen in der Stadt zu schließen. Zumal die Kommune in der gesamten Region Hannover am stärksten von der „Ausdünnung des Filialnetzes“ betroffen ist, wurde argumentiert. Vergeblich.

Jobs gehen indes nicht verloren, betont Becker. Alle dort bislang tätigen Mitarbeiter ziehen seinen Angaben zufolge in das Beratungscenter an der Walsroder Straße 142. „Ob ein Stück weiter die Walsroder Straße hinauf, im CCL oder in Kaltenweide – unsere Kunden erwartet in unseren Centern gebündeltes qualifiziertes Know-how rund um Finanzprodukte“, sagt dann auch Svenja Wendt, Vertriebsdirektorin der Sparkasse Hannover für Langenhagen.

Banksprecherin Dagmar Lietz erinnert zudem daran, dass die Umstrukturierungen bis Ende 2019 umgesetzt sein sollen. „Diese Veränderungen sehen unter anderem eine Konzentration im zunehmend weniger genutzten stationären Angebot vor und einen Ausbau der medialen und digitalen Dienstleistungen“, sagt Lietz auf Anfrage. Das bedeute auch, das reine Automaten-Standorte unter Gesichtspunkten wie Nachfrage und Wirtschaftlichkeit bewertet werden würden. Doch selbst nach „Abschluss dieser Strukturveränderungen bieten wir noch immer das mit Abstand dichteste Standortnetz der Kreditinstitute in der Region“, heißt es von ihr weiter.

Keine strategische Zusammenarbeit in der Stadt

Allerdings erteilt sie einer von der Sparkasse und der Volksbank Hannover einst in Aussicht gestellten möglichen „strategischen Zusammenarbeit“ in Sachen Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern eine Absage. Das kommt in Langenhagen nicht zum Tragen, teilt Lietz mit.

Ihren Angaben zufolge gebe es im Stadtgebiet jedoch eigene Geldautomaten im CCL und an der Walsroder Straße 142. Außerdem sind Terminals im Flughafen zu finden. Und Bargeld gebe es im übrigen auch „im unmittelbaren Umfeld des Centers in Godshorn“ im dortigen Edeka-Markt. Dort würden bei einem Einkauf ab 10 Euro kostenfrei bis zu 200 Euro ausgezahlt. Zudem bietet die Sparkasse weiterhin im Kaltenweider Center einen Service zwei Mal in der Woche montags und donnerstags an. Dort gebe es zudem nach vorheriger Vereinbarung eine entsprechende Beratung, stellt Lietz in Aussicht.

Kaltenweider Standort bleibt erhalten

Doch in Langenhagen setzt die Sparkasse Hannover nicht ausschließlich nur den Rotstift an: Seit August letzten Jahres wird das Beratungszentrum an der Walsroder Straße umfangreich umgebaut. Über die Kosten lässt sich das Institut indes nicht aus. Nur so viel: Die Arbeiten finden im laufenden Betrieb statt –und sollen in naher Zukunft abgeschlossen sein. „Es wird immer mal wieder etwas lauter, aber wir haben Vorkehrungen getroffen, damit unsere Kunden sich nicht gestört fühlen“, betont Wendt. „Die Wartezeit lohnt sich. Für unsere Kunden entstehen durch den Umbau entscheidende Vorteile.“ So soll etwa ab Mai der modernisierte und erweiterte Bereich mit Schließfächern genutzt werden. In einer zweiten Bauphase sollen nun Kassenraum und Beratungsräume noch in diesem Jahr umgestaltet werden.    

Angesichts der Standortschließungen in der Region bietet die Sparkasse nach eigenen Angaben aber den klassischen Kontoservice, also etwa Umsatzabfragen, Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften über ein Sprachportal rund um die Uhr an, listet Becker auf. Dort könnten Kunden unter Telefon (0511) 30002255 ihre Bankgeschäfte in Auftrag geben.

Becker betont zudem, dass sein Unternehmen trotz der Umstrukturierungen weiterhin auf ein großes Filialnetz setzen würde. „Das Zukunftsmodell der Sparkasse Hannover, das Ende 2020 vollständig umgesetzt sein wird, sieht auch künftig das größte Standort- und Geldautomatennetz aller Kreditinstitute in der Stadt Hannover und im Umland vor.“

Commerzbank weiter geschlossen

Die Langenhagener Commerzbank-Filiale an der Walsroder Straße ist nach der Sprengung eines Geldautomaten weiterhin geschlossen. Unbekannte hatten dort am 4. Februar vermutlich mit eingeleitetem Gas das Gerät gesprengt. Durch die Wucht der Detonation entstand erheblicher Schaden an dem Gebäude. Seitdem müssen die Kunden auf andere Institute wie in Großburgwedel und Garbsen oder an die Vahrenwalder Straße in Hannover ausweichen. Wie Ina Mähl, Sprecherin der Commerzbank Region Nord, nun auf Anfrage mitteilte, soll der Geschäftsbetrieb in Langenhagen am Montag, 18. Februar, eingeschränkt wieder aufgenommen werden. Über den tatsächlich entstandenen Sachschaden sowie die Höhe des von den Tätern erbeuteten Bargelds wollte die Sprecherin indes keine Angaben machen. Mähls Angaben zufolge werden während der Reparaturarbeiten „die derzeit üblichen Sicherheitsvorkehrungen“ im Selbstbedienungsbereich der Langenhagener Filiale eingebaut. Unter anderem wird es dort auch „eine automatisch geregelte Schließung in den Nachtstunden für die SB-Zone geben“.

Von Sven Warnecke

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