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Region Langenhagen Nachrichten Segelclub sieht keine Alternative zu einem Neubau
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18:37 05.03.2018
Der Segelclub Passat befindet sich noch in Godshorn – benötigt aber dringend neue Räume. Quelle: Stephan Hartung
Godshorn

 Aufgeben – das kommt für den Segelclub Passat nicht in Frage. Zu viel steht für die Sportler auf dem Spiel, nachdem die Ratsgruppe der Vielfalt dem Verein in der Haushaltsplan-Entscheidung überraschend den dringend benötigten Zuschuss von 80.502 Euro für den Bau eines neues Vereinshauses inklusive Bootshalle gestrichen hatte. Im Gegenteil: Vereinschef Bernd Röber sucht derzeit das Gespräch mit den politischen Akteuren, zudem haben die Segler den Pachtvertrag für ihr neues Grundstück an der Emil-Berliner-Straße unterschrieben.

„Wir hoffen derzeit auf einen Nachtragsetat“, sagt Röber und verweist dabei auf ein Gespräch mit Bürgermeister Mirko Heuer, der sich den Fragen der Mitglieder in der Jahresversammlung gestellt hatte. Denn eigentlich schien für alle Seiten bis zur Februar-Ratssitzung alles klar. Der Verein hatte seinen Zuschussantrag an den Sportring geschickt, dieser leitete das Papier an die Verwaltung weiter – weil die Summe seinen Etat übersteigt. Die Gruppe der Vielfalt setzte dann aber den Rotstift an, ohne ein Gespräch mit dem Verein, wie Röber kritisiert.

Fällt dieser Zuschuss weg, dann lässt sich die geplante Drittelfinanzierung durch Landessportbund, Stadt und Verein nicht halten. „Wir setzen nun auf das nächste Jahr“, sagt er und fügt hinzu, dass die Baupläne komplett in der Schublade lägen. „Theoretisch könnten wir sofort loslegen, doch nun fehlt das Geld.“ Dafür aber verfügt der Verein inzwischen über ein neues Gelände an der Emil-Berliner-Straße, weil das bisherige Areal in Godshorn längst nicht mehr ausreiche. „Den Pachtvertrag haben wir jetzt unterschrieben und die Bäume pünktlich vor der Brut- und Setzzeit gerodet“, sagt Röber.

Der neue Standort ermögliche eine engere Kooperation mit der DLRG am Silbersee als bisher: „Bei der Bewegungswoche an der IGS werden die Schüler erstmals dort mit den Optis segeln“, nennt er ein Beispiel. Gleichwohl benötige der Club ein neues Vereinshaus und eine neue Bootshalle, um weiterbestehen zu können. „Das Haus nutzen wir nicht mehr für Sitzungen, weil der Brandschutz de facto nicht besteht“, betont Röber. Eine solche Verantwortung könne niemand übernehmen. Hinzu komme, dass das Gebäude dringend sanierungsbedürftig sei: Bei Schulungen müssten die Kinder in Jacken lernen, anstelle einer Toilettenspülung kämen Wassereimer zum Einsatz. 

Benötigt werde zudem eine neue Halle für die Bootsflotte, darunter drei Jollenkreuzer, drei Zugvögel, neun Jollen, acht Optis, ein Katamaran und ein Beiboot. „Unsere Mitglieder pflegen die Boote liebevoll und mit großem Einsatz“, sagt Röber. Umso ärgerlicher sei für alle Beteiligten, dass die Boote derzeit dicht gestapelt und damit nicht mehr ordnungsgemäß gelagert werden müssten. Seinen Angaben zufolge zählt der Segelclub gut 100 Mitglieder, davon gehören 20 der Nachwuchssparte an. 

Etliche von ihnen fühlten sich nun von der Politik im Stich gelassen: „Wir sind kein Nobelverein, sondern seinerzeit von Arbeitern und Handwerkern gegründet worden“, betont der Vereinschef. Dieser Tradition fühlten sich alle nach wie vor verpflichtet: „Bei uns kann jeder mitmachen, weil wir neuen Mitgliedern zum Beispiel den Segelschein finanzieren.“ Zudem könnten die Mitglieder die Boote im Sommer kostenlos auf dem Steinhuder Meer nutzen.

All das habe der Verein nun den Politikern mitgeteilt, in der Hoffnung auf einen Sinneswandel. Zustimmung dafür habe bereits die SPD signalisiert, die aber ohnehin nicht der Gruppe der Vielfalt angehört. Nun stünden weitere Gespräche an, sagt Röber und spricht von einer Stand-by-Finanzierung der anderen Partner, die er abrufen könne. Zudem gebe es bereits eine vorläufige Baugenehmigung. „Sollte der Rat einen Nachtrag verabschieden, könnten wir spätestens 2019 beginnen.“

Von Antje Bismark

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