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Region Langenhagen Nachrichten Nabu-Kinder befassen sich mit Tieren im Winter
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16:00 19.02.2019
Lukas (von links), Sam (10), Conrad (8) und Phillip (10) fühlen das Fell von heimischen Wildtieren. Quelle: Patricia Chadde
Langenhagen

Es gibt echte Schlafmützen im Tierreich. Beim monatlichen Treffen der Nabu-Kinder hat Biologin Silke Brodersen nun verraten, mit welchen schlauen Tricks Tiere die unwirtliche Winterzeit überleben können. Lange schlafen ist eine Möglichkeit, die beispielsweise Siebenschläfer nutzen. Über die Hälfte des Jahres schlummert das nachtaktive, einer Maus ähnliche Nagetier und verbraucht in diesem Zustand natürlich nur wenig Energie, erläutert Brodersen bei dem jüngsten Treffen der Langenhagener Rudi-Rotbein-Gruppe. Auch Igel sind derzeit nicht zu sehen, weil sie wie Murmeltiere Winterschlaf halten.

Biologin Silke Brodersen erklärt tierische Überlebenstechniken im Winter. Quelle: Patricia Chadde

Wer nur eine Winterruhe hält, ist zwischendurch mal unterwegs, berichtet die Nabu-Fachfrau. Deshalb könnten auch im Winter Eichhörnchen beobachtet werden, die auf der Suche nach ihren zuvor angelegten Nahrungsvorräten sind. Frösche zählen dagegen in diesen Breiten zu den Tieren, die bei kalten Temperaturen erstarren. „Insekten, Amphibien und Reptilien fallen in die Winterstarre“, erläutert Brodersen weiter.

Tobias (5) und Anika (10) vergleichen den Hermelin mit weißem Winterfell, mit dem Hermelin im Sommerfell. Quelle: Patricia Chadde

Zu den Tieren, die das ganze Jahr aktiv sind, zählen die heimischen Wildtiere wie Feldhase, Fuchs, Reh oder Wildschwein. Brodersens Angaben zufolge rüsten sich diese Arten mit einem halbjährlichen Fellwechsel sowie zuvor angelegten Fettreserven für die Anforderungen des Winters. „Fühl mal“, lädt dabei die Biologin den kleinen Konrad ein. Das lässt sich der Achtjährige nicht zweimal sagen und streicht vorsichtig durch das weiche Winterfell des Fuchses. Dabei stellt der Junge fest, dass es viel dichter ist als im Sommer. Das gilt auch für andere Tieren, wie etwa Wildschweinen.

Amphibien ist es aktuell für Wanderung noch zu kalt

Die Mitglieder des Langenhagener Naturschutzbundes (Nabu) stehen in Sachen Amphibienschutz bereits in den Startlöchern. Anders als die ins Visier genommenen Schützlinge. Nach Auskunft von Nabu-Chef Ricky Stankewitz sagen die Wetterprognosen tagsüber zwar warme Temperaturen voraus. Doch nachts ist es noch „zu kalt, vor allem zu trocken in Langenhagen“. Seinen Angaben zufolge rechnen die Naturschützer erst Anfang März mit einer Wanderung von Kröte, Frosch und Molch.

„Wir stehen aber in den Startlöchern und die straßenverkehrsbehördliche Anordnung liegt auch vor, sodass wir bei passender Wetterprognose kurzfristig reagieren können“, sagt Stankewitz auf Anfrage. Gemeint sich damit der Aufbau von Schutzzäunen, temporäre Straßensperrungen und Tempolimits. Speziell letzteres ist seinen Angaben zufolge besonders wichtig. Deshalb appelliert er an die Autofahrer, während der Wanderung die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten. Bei zu hohem Tempo „sind Autos praktisch wie Walzen, und der Luftdruck unter den Fahrzeugen tötet die Tiere“, warnt Stankewitz.

Von Patricia Chadde

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