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Region Langenhagen Nachrichten Django Asül verschießt letzte Patrone
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16:46 18.02.2019
Fotos mit den Fans: Django Asül (von rechts) mit Mizel Hadzaliv, Alexander Kosen und Maurice Weiß. Quelle: Patricia Chadde
Langenhagen

Nach der Solovorstellung „Letzte Patrone“ in Langenhagens Theatersaal nimmt Django Asül ein Bad in der Menge. In der Vorstellung hatte er zuvor seinem Publikum von einer Situation berichtet, als ein Besucher einer vorigen Show seiner Frau mit den Worten „Hej, mach mal ein Selfie vom Django und mir“ das Smartphone in die Hand gedrückt hatte, damit sie die Begegnung mit dem Comedian ins rechte Bild rücken konnte. Doch das war leichter gesagt als getan, berichtete Asül nun amüsiert seinen Langenhagener Gästen. Denn nicht jeder sei ein geborener Technikfreak. „Wie wird es wohl mit selbstfahrenden Elektroautos weitergehen?“ sinnierte der Darsteller nun bei seinem Besuch über die hoheitliche Deutung der Steuerung.

Selbstfahrendes Auto – wer programmiert?

„Du setzt dich in den Wagen und willst Richtung Gaststätte. Während du noch denkst, du bist auf dem Weg zum feinen Weizenbier, fummelt die Frau zu Hause am Handy rum und der Wagen bringt dich zu den Schwiegereltern. Da sollst du Rasen mähen“. Django Asül entwickelt auf der Bühne Szenen, in denen seine Zuschauer gerne mitgehen und auch gut mitkommen – vermutlich auch, weil sie sich selbst sehr gut in die Situationen hineinversetzen können.

Django Asüls Programm "Letzte Patrone" amüsiert sein Publikum. Quelle: Patricia Chadde

Weil der Bayer mit türkischen Wurzeln gelesen habe, dass die Deutschen im Durchschnitt jedes Jahr ein paar Tage älter werden, er selbst aber immer ein ganzes Jahr, habe er das Gefühl, ihm laufe die Zeit davon, so sein Ansatz für seine Versuche, sich karitativ zu engagieren, wie er dem Langenhagener Publikum mit viel Wortwitz und überraschenden Wendungen erzählt. Von der Feuerwehr – „aber da kann man sich ja den Alarmierungstermin nicht aussuchen“ – bis zur Gründung einer Hengersberger Bürgerwehr schildert er seinen Werdegang. Von der Überlegung, sich mit Pfefferspray auszustatten, ist er wieder abgekommen. „Was willst du denn mit Pfefferspray, hab’ ich mir gesagt. Du benutzt ja noch nicht mal ein Deo“, präsentiert Asül seine Erkenntnis. Er hat sich stattdessen für eine Pfeffermühle entschieden.

Carsten Maschmeyer kann man sich sparen“

Spartipps gibt es beim Comedian obendrein auch. Dabei lästert Django Asül zunächst über Carsten Maschmeyer, den er als „Mehrheitseigentümer von Veronica Ferres“ bezeichnet. Und auch Maschmeyers Ratgeber über das Delta von Einnahmen und Ausgaben kommt nicht so gut weg. Asüls Tipp: „den Maschmeyer und seine Ideen können Sie sich ganz sparen“. Der Comedian aus Hengersberg muss es schließlich wissen, denn er ist selbst gelernter Bankkaufmann. In seinem aktuellen Solo-Programm, die „Letzte Patrone“ zielt er mit seinen imaginären Geschossen auf die bundesdeutsche Prominenz. Und so streiften seine Schüsse neben den Buchautor und „Geldvermehrer“ Maschmeyer auch etwa Kanzlerin Angela Merkel oder den Chef der Obergrenze Horst Seehofer. Angesichts seiner Spartipps zeigte sich das Publikum im Theatersaal mehr als großzügig. Denn offensichtlich kam die „letzte Patrone“ an und traf ins Schwarze – und folglich erhielt er seinen verdienten Lohn in Form von reichlich Applaus.

Von Patricia Chadde

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